Russische Drohnenangriffe fordern Todesopfer auf ukrainischem Markt
Drohnenangriffe in Ukraine: Fünf Tote auf Markt in Nikopol

Russische Drohnenoffensive fordert zahlreiche Opfer in der Ukraine

Bei einer großangelegten russischen Drohnenoffensive in der Ukraine sind am Samstag erneut zahlreiche Zivilisten getötet und verletzt worden. Besonders schwer traf es die Stadt Nikopol in der Region Dnipropetrowsk im Süden des Landes, wo ein überdachter Marktplatz angegriffen wurde.

Fünf Tote und 19 Verletzte bei Angriff auf Markt

Der Regionalgouverneur Oleksandr Gandscha bestätigte über den Onlinedienst Telegram, dass bei dem Drohnenangriff auf den Markt in Nikopol mindestens fünf Menschen ums Leben kamen. Unter den Opfern befinden sich drei Frauen und zwei Männer. Weitere 19 Personen wurden verletzt, darunter ein 14-jähriges Mädchen, das sich in Lebensgefahr befindet.

Die ukrainische Luftwaffe meldete, dass Russland in der Nacht zu Samstag landesweit insgesamt 286 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert habe. Davon konnten 260 Drohnen erfolgreich abgefangen werden, doch die verbleibenden Angriffe verursachten erheblichen Schaden.

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Weitere Angriffe in Charkiw und Sumy

Neben dem verheerenden Angriff in Nikopol gab es auch in anderen Regionen der Ukraine Opfer zu beklagen. In der nordöstlichen Region Charkiw wurden laut Polizeiangaben fünf Menschen verletzt. In der nördlichen Region Sumy trafen Drohnenangriffe Wohngebiete, wo elf Personen verletzt wurden. Rettungsdienste veröffentlichten Aufnahmen von brennenden Wohngebäuden in Sumy, die das Ausmaß der Zerstörung dokumentieren.

Bereits am Freitag waren bei russischen Angriffen in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 14 Menschen getötet worden, was die Eskalation der Gewalt in der Region unterstreicht.

Ukrainische Gegenangriffe im Osten

Auch die Ukraine führte Drohnenangriffe durch, insbesondere im russisch besetzten Teil des Gebiets Luhansk im Osten des Landes. Dort kamen mindestens drei Zivilisten ums Leben, wie der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Leonid Passetschnik über Telegram mitteilte. Angriffe auf Wohnhäuser im Dorf Mychajliwka im Landkreis Kreminna wurden gemeldet.

Der ukrainische Generalstab in Kiew bestätigte Drohneneinsätze im Gebiet Luhansk, die sich gezielt gegen mehrere Züge mit Treibstofflieferungen für die russische Armee richteten. Diese Angriffe zielten darauf ab, die logistischen Versorgungslinien des Gegners zu unterbrechen.

Angriffe erreichen auch russisches Territorium

Die Gewaltspirale erstreckte sich auch auf russisches Gebiet. Bei Angriffen mit Drohnen und Raketen in Russland wurde mindestens ein Mensch getötet. In der Region Rostow erlitten vier Personen schwere Verletzungen, wie Regionalgouverneur Juri Slyusar berichtete.

Die anhaltenden gegenseitigen Angriffe verdeutlichen die Intensität des Konflikts, der weiterhin unvermindert andauert und zivile Opfer auf beiden Seiten fordert.

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