Emirate-Präsident reagiert mit martialischem Gedicht auf iranische Drohnenangriffe
Emirate-Präsident antwortet mit Gedicht auf Iran-Angriffe

Emirate-Präsident antwortet mit martialischem Gedicht auf iranische Drohnenoffensive

Die Vereinigten Arabischen Emirate stehen unter massivem Beschuss durch die Islamische Republik Iran. Seit Beginn der Angriffe wurden nach aktuellen Berichten rund 260 ballistische Raketen und etwa 1500 Drohnen auf das Golfemirat abgefeuert. Diese Zahl übertrifft die Angriffe auf alle anderen Länder, die iranischen Attacken ausgesetzt sind, zusammengenommen. Die meisten dieser Waffen konnten zwar abgefangen werden, doch die Situation bleibt angespannt.

„Dicke Haut und bitteres Fleisch“ – Präsident warnt mit historischem Zitat

In dieser kritischen Lage hat Präsident Mohammed bin Zayed eine ungewöhnliche Reaktionsform gewählt. Der starke Mann der Emirate, der bereits 2007 US-Diplomaten mit den Worten „Der Nahe Osten ist nicht Kalifornien“ gewarnt hatte, bezog sich nun auf ein martialisches Bild. In einem kürzlich geführten Interview betonte er, seine Untertanen hätten „dicke Haut und bitteres Fleisch“ und seien „keine leichte Beute“.

Diese Aussage bezieht sich auf eine historische Perspektive, die Mohammed bin Zayed schon vor fast zwei Jahrzehnten vertrat. Aus WikiLeaks-Dokumenten geht hervor, dass er damals erklärte, die meisten Menschen in der Region würden bei freien Wahlen nicht Demokraten, sondern Islamisten oder Terroristen wählen. Um dies zu ändern, veranschlagte er ein halbes Jahrhundert – eine Zeitspanne, von der nun bereits zwanzig Jahre vergangen sind.

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Nationalorchester vertont patriotisches Gedicht des Präsidenten

Die staatliche Nachrichtenagentur WAM berichtete am Mittwoch über eine besondere kulturelle Antwort auf die militärische Bedrohung. Das Nationalorchester der Emirate hat einen „besonderen musikalischen Tribut“ veröffentlicht, in dem das Gedicht „Rijal Wallah Rijal“ vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate dargeboten wird.

Das Stück ehre ausdrücklich diejenigen, „die sich dem Schutz der Nation verschrieben haben“. In dem veröffentlichten Video sind Männer in dunklen Kanduras, dem traditionellen Gewand des Golfstaates, mit weißen Kopfbedeckungen zu sehen, die die Verse singen und vom Orchester begleitet werden.

Einer der markanten Verse lautet: „Wir rufen die Ehrenhaften, die Tapferen. Die Söhne von Zayed folgen dem Ruf. Der Sieg ist ihrer, egal was er kostet.“ Diese Referenz bezieht sich auf den Vater des Scheichs und Gründer der Nation, was die historische Kontinuität des Widerstands betont.

Dichtkunst als politisches Instrument in den Emiraten

Mohammed bin Zayed ist nicht der einzige hochrangige Politiker in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der die Macht der Poesie zu schätzen weiß. Auch Mohammed bin Rashid Al Maktoum, der Vizepräsident des Landes, ist bekannt für seine literarischen Ambitionen. Vor einigen Jahren erschien bereits ein Gedichtband von ihm beim deutschen Hanser-Verlag mit dem Titel „In der Wüste findet nur der Kluge den Weg“.

Diese kulturelle Tradition zeigt, wie in der Region politische Botschaften oft in poetischer Form vermittelt werden. Das aktuelle Gedicht des Präsidenten verbindet patriotische Rhetorik mit musikalischer Inszenierung, um sowohl innenpolitische Einheit als auch außenpolitische Standhaftigkeit zu demonstrieren.

Die Situation bleibt weiterhin angespannt, während die Emirate unter der anhaltenden Bedrohung durch iranische Angriffe stehen. Die Kombination aus militärischer Abwehr und kultureller Antwort unterstreicht die komplexe Strategie des Golfstaates im Umgang mit regionalen Konflikten.

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