Studie enthüllt: Europa stemmt Ukraine-Hilfe fast allein – Deutschland führt mit 9 Milliarden Euro
Europa stemmt Ukraine-Hilfe allein – Deutschland führt mit 9 Mrd. Euro

Europa hält Ukraine-Hilfe am Laufen – Deutschland in Führungsrolle

Eine aktuelle Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) enthüllt eindrucksvolle Zahlen zur internationalen Unterstützung der Ukraine im Jahr 2025. Während die Vereinigten Staaten ihre Hilfen um 99 Prozent reduzierten, sprang Europa massiv ein und hielt das Gesamtvolumen der Ukraine-Hilfe auf einem stabilen Niveau. Ohne das Engagement der Europäer wäre die Unterstützung für die Ukraine dramatisch eingebrochen.

Europäische Staaten kompensieren amerikanischen Rückzug

Die europäischen Länder stellten im vergangenen Jahr rund 29 Milliarden Euro an Militärhilfe bereit. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren dar: Von 2022 bis 2024 lag die jährliche europäische Militärhilfe bei durchschnittlich 17 bis 18 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Plus von etwa 11 bis 12 Milliarden Euro oder 67 Prozent. Auch die finanzielle und humanitäre Unterstützung aus Europa wuchs kräftig – um 59 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024.

Allein über die Institutionen der Europäischen Union flossen 2025 rund 35,1 Milliarden Euro. Dieser Betrag entsprach 89 Prozent der gesamten europäischen Finanz- und Humanitärhilfe, die sich auf insgesamt etwa 39 Milliarden Euro belief. Die Studie des IfW Kiel macht unmissverständlich klar: Europa stemmte den Ausfall der amerikanischen Hilfe nahezu vollständig.

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Deutschland als größter Einzelgeber in Europa

Innerhalb Europas übernimmt Deutschland eine Schlüsselrolle. Die Bundesregierung stellte 2025 insgesamt 9 Milliarden Euro an Militärhilfe bereit – mehr als jedes andere europäische Land. Dies entspricht einer Steigerung von rund 130 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024. Gemessen an der Wirtschaftsleistung (BIP) bewegt sich Deutschlands Militärhilfe zwischen 0,15 und 0,25 Prozent.

Zusätzlich beteiligte sich Deutschland mit etwa 600 Millionen Euro an der sogenannten Nato-PURL-Initiative. Bei diesem Programm kaufen Geberländer Waffen aus amerikanischen Beständen für die Ukraine; der Gesamtwert dieser Waffen belief sich 2025 auf 3,7 Milliarden Euro. Aus dem deutschen Militärhilfe-Paket vom Mai 2025 im Wert von fünf Milliarden Euro flossen zudem 400 Millionen Euro direkt in die ukrainische Rüstungsindustrie, unter anderem für die Produktion von Langstreckenwaffen und Drohnen.

Weitere bedeutende Geberländer in Europa

Nach Deutschland folgen in der Rangliste der größten Geber:

  • Großbritannien mit 5,4 Milliarden Euro
  • Schweden mit 3,7 Milliarden Euro
  • Norwegen mit 3,6 Milliarden Euro
  • Dänemark mit 2,6 Milliarden Euro

Nord-Süd-Gefälle bei der Militärhilfe

Die Studie des IfW Kiel zeigt auch ein deutliches Gefälle innerhalb Europas auf. Nordeuropa stellte 2025 etwa 33 Prozent der europäischen Militärhilfe bereit, obwohl die Region nur acht Prozent des BIP der 31 erfassten Geberländer ausmachte. Im Gegensatz dazu trug Südeuropa lediglich drei Prozent der Militärhilfe bei, obwohl dort 19 Prozent des europäischen BIP erwirtschaftet werden. Diese Zahlen verdeutlichen eine wachsende Kluft zwischen Nord- und Südeuropa in Bezug auf das Engagement für die Ukraine.

Die Untersuchung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft unterstreicht die entscheidende Rolle Europas bei der Aufrechterhaltung der internationalen Unterstützung für die Ukraine. Während globale Partner ihre Beiträge reduzierten, sicherten europäische Staaten – angeführt von Deutschland – die notwendige Hilfe und demonstrierten damit ihre Solidarität und Verantwortung.

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