Berlin – Das Goethe-Institut bekommt eine neue Generalsekretärin. Die Kulturmanagerin Gitte Zschoch wird das Amt sowie den Vorstandsvorsitz des weltweit tätigen Kulturinstituts am 18. Juli übernehmen. Dies gab das Institut am Montag bekannt. Das Präsidium habe die Personalie in einer Sondersitzung einstimmig beschlossen.
Bestätigung durch Bundesaußenminister
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Wahl von Zschoch offiziell bestätigt. Das Goethe-Institut wird zu großen Teilen vom Auswärtigen Amt aus Steuermitteln finanziert. Zschoch folgt auf Johannes Ebert, der seit 2012 Generalsekretär ist. Ebert werde die Leitung des Regionalinstituts des Goethe-Instituts in Athen übernehmen, „um seine Laufbahn wunschgemäß im Ausland abzuschließen“, hieß es in der Mitteilung.
Erfahrung im Auswärtigen Kulturbetrieb
Zschoch ist seit Oktober 2021 Generalsekretärin des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), das unter anderem für den Deutschen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig zuständig ist. Zuvor war sie in verschiedenen Positionen für das Goethe-Institut tätig, etwa als Gründungsdirektorin des Goethe-Instituts in der Demokratischen Republik Kongo von 2015 bis 2018. Sie kennt die Arbeit des Instituts also aus erster Hand.
Über ihr neues Amt sagte Zschoch: „Es geht darum, das Institut und sein Netzwerk weiter zu stärken und strategisch weiterzuentwickeln, gerade weil derzeit Gewissheiten schwanken und autoritäre Strömungen weltweit zunehmen.“ Gesche Joost, Präsidentin des Goethe-Instituts, bezeichnete sie als „ausgewiesene Expertin der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik“. Mit Zschoch kehrt eine erfahrene Kulturmanagerin an die Spitze des Instituts zurück, die bereits tief in der Organisation verwurzelt ist.



