Griechenland lehnt iranische Hormus-Gebühren scharf ab: „Völlig inakzeptabel“
Griechenland: Hormus-Gebühren „völlig inakzeptabel“

Griechenland verurteilt iranische Pläne für Hormus-Gebühren als inakzeptabel

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat die von Iran vorgeschlagenen Gebühren für die Passage durch die strategisch wichtige Straße von Hormus scharf kritisiert und als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet. In einem Interview mit dem US-Sender CNN äußerte er deutliche Bedenken, dass die internationale Gemeinschaft eine derartige Mautregelung akzeptieren würde.

Hintergrund: Krieg und Schifffahrtskrise

Nachdem die USA und Israel Ende Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen hatten, hatte Teheran die Schifffahrt durch die Meerenge nahezu vollständig zum Erliegen gebracht. Angriffe und Drohungen gegen Handelsschiffe führten zu erheblichen Störungen im globalen Warenverkehr. Vor dem Hintergrund der anstehenden Verhandlungen mit den USA im Rahmen der vereinbarten Waffenruhe schlug Iran nun vor, für eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus Gebühren zu erheben.

Griechenland, das über eine der weltweit größten Handelsflotten gemessen an der Frachttransportkapazität verfügt, ist von dieser Entwicklung besonders betroffen. Mitsotakis betonte die Bedeutung einer ungehinderten und sicheren Schifffahrt für die internationale Wirtschaft.

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Warnung vor gefährlichem Präzedenzfall

Der griechische Regierungschef warnte eindringlich davor, dass die Einführung von Gebühren einen „äußerst gefährlichen Präzedenzfall für die Freiheit der Schifffahrt“ schaffen würde. Er schlug stattdessen vor, dass möglicherweise ein separates internationales Abkommen bezüglich der Meerenge notwendig sei, welches jedoch keine Gebühren für Schiffspassagen beinhalten dürfe.

Die Position Griechenlands wird von der Bundesregierung unterstützt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes hatte zuvor erklärt, dass die Straße von Hormus nicht nur iranisches Seegebiet sei, sondern das UN-Seerechtsübereinkommen gelte. Daher sei es erforderlich, bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs einen freien, sicheren und gebührenfreien Seeschiffsverkehr sicherzustellen.

Internationale Reaktionen und offene Fragen

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf Überlegungen verwiesen, dass die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden könnte. Wie genau er sich dies vorstellt, blieb jedoch zunächst offen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, da die Meerenge eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und andere Güter darstellt.

Die Forderung nach einer gebührenfreien Passage durch die Straße von Hormus wird somit zu einem zentralen Punkt in den kommenden Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien. Die Ablehnung durch Griechenland und Deutschland unterstreicht die Bedeutung des Prinzips der freien Schifffahrt im internationalen Recht.

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