Das Grauen, das der Angriff der Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 mit sich gebracht hat, reißt nicht ab. Bilder und Dokumente des Horrors wurden umfassend aufgearbeitet und verleihen dem Überfall eine neue Dimension. Eine unabhängige Untersuchung beweist nun: Die Hamas-Terroristen nutzten sexuelle Gewalt systematisch.
Umfassende Untersuchung der Vorfälle
Die israelische Zivilkommission für Gewalttaten gegen Frauen und Kinder am 7. Oktober überprüfte mehr als 10.000 Fotos und Videosequenzen des Angriffs und analysierte Ermittlungsdaten. Sie sprach mit Überlebenden, Ermittlern und Ärzten. Die Kommission rekonstruierte die Taten – vom Angriff über die Verschleppung bis zur Gefangenschaft.
Das Ergebnis ist ein Bericht, der belegt, dass sexuelle Gewalt gegen Frauen keine Ausnahme war, sondern Teil des brutalen Terrorplans der Islamisten. An mehreren Orten und in verschiedenen Phasen des Angriffs – einschließlich während der Entführung, des Transports und der Gefangenschaft – setzten Hamas und ihre Kollaborateure wiederkehrende Taktiken sexuellen Missbrauchs und sexualisierter Folter gegen die Opfer ein. Der 298 Seiten umfassende Bericht dokumentiert diese abscheulichen Taten schwarz auf weiß.
Extreme Grausamkeit und tiefes Leid
Die Verbrechen seien von extremer Grausamkeit und tiefem menschlichem Leid geprägt gewesen und hätten häufig darauf abgezielt, Terror und Demütigung zu verstärken. Die Terroristen vergewaltigten ihre Opfer, missbrauchten sie gemeinsam, schossen gezielt in ihre Genitalien, folterten und verstümmelten sie. Sie verhöhnten ihre Opfer, filmten alles und stellten die Videos ins Netz.
Doch das Grauen endete nicht am 7. Oktober. Der Bericht belegt: Geiseln wurden über Wochen und Monate hinweg in palästinensischer Gefangenschaft absichtlich und systematisch geschändet. Die sexualisierte Folter setzte sich während der Gefangenschaft in Gaza über längere Zeiträume fort. In einigen Fällen dauerte der sexuelle und geschlechtsspezifische Missbrauch von Geiseln über Monate an. Viele Opfer hätten diese Verbrechen nicht überlebt; andere leiden weiterhin unter tiefgreifenden Traumata.
Rechtliche Einordnung
Die Verbrechen stellten nach internationalem Recht Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord-Handlungen dar. Eine Überlebende berichtet, wie sie sich am 7. Oktober in einem Wohnwagen nahe dem Nova-Festivalgelände versteckte und alles mit anhören musste: Männerstimmen, Schreie, Chaos. Dann das Unfassbare: Eine junge Frau wird von mehreren Terroristen vergewaltigt, einer nach dem anderen. Sie haben sie weitergereicht, berichtet die Zeugin. Sie hört, wie die Frau schreit. Dann fallen Schüsse. Als es still wird, weiß sie: Die Frau wurde ermordet.
Konsequenzen in Israel
Parallel zu den neuen Enthüllungen zieht Israel politisch die Konsequenzen: Das Parlament hat ein Sondertribunal beschlossen, das mutmaßliche Täter des Hamas-Massakers vom 7. Oktober vor Gericht bringen soll. Die Richter sollen auch die Todesstrafe verhängen können. Ziel der Arbeit der Kommission sei es auch gewesen, sicherzustellen, dass das Leid der Opfer nicht geleugnet, ausgelöscht oder vergessen wird. Die Hamas hat die Vorwürfe seit 2023 wiederholt zurückgewiesen.



