Fifa-Präsident Gianni Infantino hat auf dem Kongress des Fußball-Weltverbandes in Vancouver bekräftigt, dass Iran bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA teilnehmen werde. „Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt“, sagte der Schweizer. Er habe keinen Zweifel: „Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird Iran in den USA spielen.“ Bereits vor zwei Wochen hatte Infantino betont, dass Iran trotz des Krieges mit den USA „auf jeden Fall“ an der WM teilnehmen werde.
Trump zeigt sich einverstanden
US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag vor Journalisten, es sei für ihn „okay“, wenn Iran bei der WM spiele. Noch im März hatte er Iran von einer Teilnahme abgeraten und Sicherheitsbedenken angeführt. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio erklärte zuletzt, dass die Entscheidung über eine WM-Teilnahme bei Iran liege. Gleichzeitig sagte er jedoch: „Das Problem mit Iran wären nicht die Sportler. Es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen.“
Waffenruhe kurz vor dem Ende
Derzeit gilt in dem militärischen Konflikt zwar eine Waffenruhe. Diese steht jedoch kurz vor dem Ende, da die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Krieges ins Stocken geraten sind. Die USA hatten Ende Februar einen Krieg mit Iran begonnen.
Irans Fußballpräsident wird Einreise nach Kanada verweigert
Am Kongress in Vancouver nahm der iranische Fußballverband nicht teil. Präsident Mehdi Tadsch wurde auf dem Weg nach Vancouver laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen. Dies berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Bereits bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington war die Delegation Irans nicht anwesend.
Vorbereitungen der iranischen Nationalmannschaft
Das iranische Nationalteam will zehn Tage vor dem eigenen WM-Auftaktspiel am 15. Juni gegen Neuseeland nahe Los Angeles in die USA reisen. Dies teilte Cheftrainer Amir Ghalenoei mit. Derzeit absolviert die Mannschaft ein erstes Trainingslager in der Türkei. Dort sind auch drei Vorbereitungsspiele geplant. Iran spielt in der Gruppe G auch gegen Belgien und Ägypten. Zwischenzeitlich hatte Iran die Möglichkeit ausgelotet, seine Partien im Co-Gastgeberland Mexiko austragen zu können.
Infantino betont die vereinende Kraft des Fußballs
Eine Absage oder ein Ausschluss kommen für Infantino nicht infrage. „Es gibt genug Probleme, genug Menschen, die entzweien“, sagte er zur Weltlage. Der Fußball hingegen habe „Kraft“ und „Magie“. „Gemeinsam sind wir unschlagbar“, sagte der Fifa-Chef.



