Iran bringt neuen Friedensvorschlag in stockenden Verhandlungen ein
Iran bringt neuen Friedensvorschlag in stockenden Gesprächen ein

In den festgefahrenen Friedensverhandlungen mit den USA hat Iran offenbar einen neuen Vorstoß unternommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, hat der iranische Außenminister Abbas Araghchi in mehreren Telefonaten seine Amtskollegen in der Region über „neue Initiativen im Zusammenhang mit der Beendigung des Krieges“ informiert. Dies bestätigte auch der staatliche Fernsehsender Irib. Zu den kontaktierten Ministern gehörten jene der Türkei, Ägyptens, Katars, Saudi-Arabiens, des Irak und Aserbaidschans. Bereits am Morgen hatte Araghchi nach iranischen Angaben mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas telefoniert.

Inhalt der Initiative noch unbekannt

Über den genauen Inhalt der neuen Initiative wurde bislang nichts bekannt. Eine Bestätigung aus Pakistan, das den Vorschlag übermittelt haben soll, lag zunächst nicht vor. Der US-Nachrichtensender CNN berief sich auf vier nicht namentlich genannte Quellen und bestätigte, dass Teheran den Vorschlag an pakistanische Unterhändler geschickt habe.

Trump zeigt sich unzufrieden

US-Präsident Donald Trump äußerte sich unzufrieden mit dem neuen Vorschlag Irans. Die Verhandlungen fänden telefonisch statt, so Trump, kämen jedoch nicht voran. Er sei sich nicht sicher, ob es zu einer Einigung kommen werde.

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US-Regierung umgeht Frist

Die Gespräche zwischen Washington und Teheran waren in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hat. Eigentlich lief an diesem Freitag eine wichtige Frist ab: Gemäß der War Powers Resolution von 1973 muss der Präsident den Militäreinsatz innerhalb von 60 Tagen beenden oder die Genehmigung des Kongresses einholen. Laut Regierungsvertretern wertet er den Krieg nun offiziell als unterbrochen, um eine Abstimmung im Kongress zu vermeiden. „Seit Dienstag, dem 7. April, hat es keinen Schusswechsel zwischen den US-Streitkräften und Iran gegeben“, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter. Seither sei die Waffenruhe immer weiter verlängert worden. Verteidigungsminister Pete Hegseth und Mike Johnson, Sprecher des US-Repräsentantenhauses, äußerten sich ähnlich: Johnson zufolge befinden sich die USA derzeit nicht im Krieg, da es derzeit keine Kampfhandlungen gebe.

Straße von Hormus weiter blockiert

Aufgrund der stockenden Friedensverhandlungen ist die Straße von Hormus weiterhin geschlossen. Nach einem Bericht der britischen Marine passieren derzeit täglich weniger als zehn Schiffe die Meeresenge. Vor der Blockade durch das iranische Regime waren es etwa 130 Schiffe täglich.

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