US-Handelsminister Lutnick gesteht Familienbesuch auf Epsteins Insel – unter Druck
Lutnick gesteht Familienbesuch auf Epsteins Insel

US-Handelsminister Howard Lutnick unter Druck: Geständnis zu Epstein-Kontakten

Der US-Handelsminister Howard Lutnick steht im Zentrum einer politischen Kontroverse, nachdem er vor einem Senatsausschuss mehrere Treffen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eingeräumt hat. Besonders brisant: Lutnick gab zu, im Jahr 2012 mit seiner Familie die Privatinsel Epsteins besucht und dort mit ihm zu Mittag gegessen zu haben. Dies widerspricht früheren Aussagen des Ministers, der vergangenes Jahr in einem Podcast betonte, er wolle seit 2005 nie wieder mit dieser „widerlichen Person“ in einem Raum sein.

Widersprüchliche Aussagen und politische Konsequenzen

Lutnick, ein 64-jähriger Milliardär und Wall-Street-Experte, der früher in New York Epsteins Nachbar war, versuchte im Senat, die Bedeutung der Kontakte herunterzuspielen. Er erklärte, es habe sich lediglich um eine Handvoll E-Mails und zwei Treffen im Abstand von mehreren Jahren gehandelt. „Ich hatte kein Verhältnis zu ihm. Ich hatte kaum etwas mit ihm zu tun“, betonte er. Dennoch kommt der Minister in den umfassenden Ermittlungsakten zum Fall Epstein mehrfach vor, was zu Rücktrittsforderungen geführt hat.

Eine besonders heikle Frage dreht sich um einen Hinweis, dass Epstein das Kindermädchen Lutnicks kennenlernen wollte. Der Minister gab an, keine Ahnung davon zu haben und betonte: „Das hatte nichts mit mir zu tun. Soweit ich weiß.“ Trotz der Kontroverse erhielt Lutnick Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump. Regierungssprecherin Karoline Leavitt bekräftigte, der Handelsminister sei ein sehr wichtiges Mitglied von Trumps Team und genieße volle Unterstützung.

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Hintergrund: Der Epstein-Skandal und seine Auswirkungen

Jeffrey Epstein, ein US-Multimillionär, betrieb über Jahre von New York aus einen Missbrauchsring, dem viele junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Nach seiner Verurteilung im Jahr 2008 starb er 2019 im Alter von 66 Jahren in Haft, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung kommen konnte. Die veröffentlichten Ermittlungsakten nennen zahlreiche Prominente und Politiker, wobei eine Nennung an sich zunächst keine Schuld impliziert.

Der Fall hat in den USA bisher kaum politische Folgen gezeigt, doch Lutnicks Geständnis könnte dies ändern. Der Senatsausschuss, der den Epstein-Fall aufklären soll, untersucht nun intensiv die Verbindungen zwischen Epstein und hochrangigen Regierungsmitgliedern. Lutnicks Aussagen werfen Fragen zur Glaubwürdigkeit und Transparenz in der Trump-Administration auf, während die Öffentlichkeit auf weitere Enthüllungen wartet.

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