Nahost-Krieg eskaliert weiter: Neue Angriffe im Iran-Konflikt - Pakistan vermittelt
Nahost-Krieg: Neue Angriffe - Pakistan als Vermittler

Nahost-Konflikt in fünfter Woche: Eskalation und Vermittlungsbemühungen

Der Krieg zwischen dem Iran und Israel geht mit unverminderter Härte in seine fünfte Woche. Beide Seiten setzen ihre heftigen gegenseitigen Angriffe fort, während sich Pakistan als Vermittler anbietet und erste vertrauensbildende Maßnahmen erkennbar werden.

Neue Angriffe fordern Opfer und zerstören Infrastruktur

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete von Raketeneinschlägen in einem Wohngebiet südlich von Teheran, bei denen zehn Menschen ums Leben kamen. Das israelische Militär bestätigte Angriffe auf die iranische Hauptstadt sowie andere Regionen des Landes. Ziel seien Infrastrukturen des iranischen Machtapparats gewesen, darunter Produktionsstätten für Raketen und Drohnen, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA bezeichnete die jüngsten Angriffe auf den Iran als die stärksten seit Kriegsbeginn.

Iranische Gegenangriffe und Huthi-Beteiligung

Der Iran setzte seine Raketenangriffe auf Israel fort. Ein Angriff galt nach Medienberichten der Wüstenstadt Dimona in der Nähe des israelischen Atomreaktors, wo es bereits vor einer Woche zu Dutzenden Verletzten und erheblichen Zerstörungen gekommen war. Raketenalarm gab es auch im Großraum Tel Aviv und in Jerusalem. Zusätzlich zu den iranischen Angriffen flogen aus dem Libanon erneut Geschosse auf Nordisrael. Die Huthi-Miliz im Jemen, die sich auf die Seite Teherans gestellt hat, griff Israel am Samstag zweimal mit insgesamt drei Raketen und einer Drohne an.

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Pakistan als Vermittler: Gespräche und erste Schritte

Auf Einladung Pakistans kamen die Außenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei zu zweitägigen Gesprächen nach Islamabad, um über eine mögliche Deeskalation des Krieges zu beraten. Pakistan, das eine etwa 900 Kilometer lange Grenze mit dem Iran teilt, hat sich als Vermittler angeboten. Premierminister Shehbaz Sharif bekräftigte in einem Telefonat mit Irans Präsidenten Massud Peseschkian "Pakistans starke Verurteilung der anhaltenden Angriffe Israels auf den Iran" und informierte über Vermittlungsbemühungen mit den USA, befreundeten Golfstaaten und weiteren islamischen Ländern.

Bundesaußenminister Johann Wadephul bestätigte Vorbereitungen für ein direktes Treffen zwischen US- und iranischen Vertretern in Pakistan. "Das soll wohl in der nächsten Zeit recht kurzfristig in Pakistan stattfinden", sagte er im Deutschlandfunk und nannte dies ein erstes Zeichen der Hoffnung.

Vertrauensbildende Maßnahmen und militärische Entwicklungen

Als vertrauensbildende Maßnahme lockerte der Iran seine Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus für pakistanische Schiffe. Seit Beginn der israelischen und US-amerikanischen Angriffe vor vier Wochen blockiert der Iran diese Meerenge, was zu stark gestiegenen Energiepreisen geführt hat.

Militärisch verstärken die USA ihre Präsenz im Nahen Osten mit dem amphibischen Angriffsschiff "USS Tripoli", was Spekulationen über einen möglichen Bodeneinsatz anfachte. US-Außenminister Marco Rubio schloss einen Einsatz von Bodentruppen nicht kategorisch aus, betonte aber, dass die Kriegsziele auch ohne diese erreicht werden könnten. Medienberichten zufolge hat das US-Militär bereits Pläne für kombinierte Einsätze von Infanterie und Spezialeinheiten vorbereitet.

Weitere Eskalation in der Region

Die iranischen Gegenangriffe dauern auch in anderen Ländern der Region an. Mehrere Golfstaaten meldeten Schäden, darunter:

  • Abu Dhabi: Angriffe auf ein Metallwerk mit mehreren Verletzten
  • Katar, Kuwait und Saudi-Arabien: Neue Angriffe mit unterschiedlichen Zielen
  • Kuwait: Angriffe auf das Umfeld des internationalen Flughafens mit erheblichen Schäden am Radarsystem

Das israelische Militär behauptet unterdessen, die iranische Waffenproduktion "in wenigen Tagen" weitgehend zerstört zu haben. Armeesprecher Effie Defrin erklärte, die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der iranischen Militärindustrie abschließen.

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