Obama kritisiert Trumps rassistisches Affen-Video als „Clown-Show“ ohne Scham
Obama nennt Trumps Affen-Video eine „Clown-Show“

Obama bricht sein Schweigen zu Trumps rassistischem Video

Der frühere US-Präsident Barack Obama (64) hat sich erstmals öffentlich zu einem kontroversen Video geäußert, das Amtsinhaber Donald Trump (79) veröffentlicht hatte. In dem Clip, der auf Trumps Social-Media-Plattform Truth Social erschien, werden Obama und seine Ehefrau Michelle Obama (62) auf rassistische Weise als tanzende Affen dargestellt. Das Video löste landesweit Empörung aus und wurde nach heftiger Kritik sogar aus dem Weißen Haus entfernt.

„Clown-Show“ ohne Scham und Anstand

In einem exklusiven Interview mit dem Politik-Podcaster Brian Tyler Cohen (37) sprach Obama am Samstag über den Vorfall. Er beklagte dabei das Fehlen von „Scham“ und „Anstand“ in der aktuellen politischen Landschaft. „Es gibt so eine Art Clown-Show auf den sozialen Netzwerken und im Fernsehen“, sagte Obama, ohne Trump direkt beim Namen zu nennen. „Es scheint keinerlei Scham mehr darüber bei Menschen zu geben, die einst dachten, dass es Anstand, einen Sinn für Anständigkeit und Respekt für das Amt geben sollte, richtig? Das ist verloren gegangen.“

Video zeigt Obamas als Affen vor Dschungel-Kulisse

Das umstrittene Video war ursprünglich am 5. Februar auf Trumps Konto veröffentlicht worden. Es behandelte zunächst angebliche Beweise für Manipulationen bei der Präsidentschaftswahl 2020, die Trump gegen Joe Biden (83) verloren hatte. Am Ende des Clips waren jedoch kurz die Köpfe von Michelle und Barack Obama auf Affenkörpern zu sehen, die vor einer Dschungel-Kulisse tanzten. Diese Darstellung wurde von vielen als eindeutig rassistisch interpretiert.

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Weißes Haus entfernt Video nach Aufschrei

Die Veröffentlichung löste einen breiten Aufschrei aus, der sogar innerhalb von Trumps eigener Partei Kritik hervorrief. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt (28) sprach zunächst von „gespielter Empörung“, doch das Weiße Haus entfernte das Video schließlich. Offiziell hieß es, ein Mitarbeiter habe den Beitrag „irrtümlich veröffentlicht“. Trump selbst beteuerte, er habe „nur den ersten Teil angesehen und nicht das ganze Video“. Eine Entschuldigung verweigerte er und behauptete: „Ich habe keinen Fehler gemacht.“

Obama glaubt an politischen Schaden für Trump

Der Demokrat Obama sagte voraus, dass ein solches Verhalten den Republikanern bei den anstehenden Kongress-Zwischenwahlen im November schaden werde. „Letztlich wird die Antwort vom amerikanischen Volk kommen“, erklärte der US-Präsident der Jahre 2009 bis 2017. Er zeigte sich überzeugt, dass die Mehrheit der Bürger ein derartiges Verhalten als „zutiefst verstörend“ empfinde. Auf seinen Reisen durch das Land treffe er regelmäßig Menschen, die an Werte wie „Anstand, Höflichkeit und Freundlichkeit“ glauben.

Historischer Kontext und aktuelle Spannungen

Die Auseinandersetzung zwischen Obama und Trump ist nicht neu. Bereits beim Staatsbegräbnis des früheren Präsidenten Jimmy Carter (†100) im vergangenen Jahr waren Spannungen zwischen den beiden Politikern sichtbar. Obama, der als erster afroamerikanischer Präsident in die US-Geschichte einging, sieht in dem Video einen weiteren Beleg für den Verfall politischer Kultur. Die Debatte um Rassismus und Anstand in der Politik dürfte damit weiter an Schärfe gewinnen.

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