Verletzter Ober-Mullah verschwunden: Iranisches Regime inszeniert Jubel für unsichtbaren Führer
Ober-Mullah verschwunden: Iran-Regime inszeniert Jubel für unsichtbaren Führer

Spurlos verschwunden: Der neue Ober-Mullah taucht nicht auf

Das iranische Regime inszeniert derzeit öffentliche Jubelfeiern für seinen neuen Obersten Führer Modschtaba Chamenei (56). Doch der designierte Nachfolger des kürzlich eliminierten Ajatollah Ali Chamenei hat sich seit seiner Ernennung vor drei Tagen nicht öffentlich gezeigt. Weder Bilder noch Audiobotschaften oder schriftliche Mitteilungen sind von ihm veröffentlicht worden.

Fehlender Kontakt bis in höchste Regierungskreise

Laut Informationen des Exil-Mediums Iranwire hatte nicht einmal der Präsident der Islamischen Republik, Massud Peseschkian (71), direkten Kontakt zu dem neuen Ober-Mullah. Diese bemerkenswerte Funkstille wirft ernste Fragen über die tatsächliche Regierungsfähigkeit des designierten Führers auf.

Modschtaba Chamenei war jahrzehntelang als einflussreicher Strippenzieher im Hintergrund für seinen Vater tätig. Bekannt wurde er durch sein umfangreiches Immobilienimperium in Europa, das Hunderte Millionen Dollar umfasst, sowie durch schariakonforme Potenz-Therapien in den 2000er Jahren. Dennoch bleibt seine Stimme der breiten iranischen Bevölkerung unbekannt.

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Verletzung und Sicherheitsbedenken

Das Mullah-Staatsfernsehen bezeichnete Chamenei jüngst als verwundeten Kriegsveteranen, was erste Hinweise auf eine mögliche Verletzung lieferte. Drei Beamte aus dem iranischen Regierungsapparat bestätigten gegenüber der New York Times, dass der neue Ober-Mullah schwer am Bein verwundet wurde.

Zwei israelische Militärbeamte vermuten, dass diese Verletzung bereits beim israelischen Erstschlag am 28. Februar erfolgte, bei dem neben dem Ajatollah auch zahlreiche weitere Top-Vertreter des Regimes sowie Familienmitglieder Chameneis getötet wurden.

Verfassungswidrige Ernennung

Die Ernennung Modschtaba Chameneis zum neuen Obersten Führer wirft verfassungsrechtliche Fragen auf. Die Verfassung der Islamischen Republik verbietet ausdrücklich die Bildung von Dynastien und bezeichnet diese monarchische Tradition sogar als unislamisch. Hinzu kommt, dass Chamenei nicht den geistlichen Titel eines Ajatollahs innehat.

Die ursprünglich für den 3. März geplante Wahl durch den 88-köpfigen Klerikerrat wurde durch israelische Bombardierungen verhindert. Die schließlich in der heiligen Stadt Qom durchgeführte Wahl fiel überraschend aus und signalisiert das klare Minimalziel des Regimes: das Überleben des Systems um jeden Preis.

Regierungsstrukturen in der Krise

Das anhaltende Verschwinden des Ober-Mullahs stellt die Führungsstrukturen des Iran vor erhebliche Probleme. Regierungsbeamte müssen um ihre traditionellen Boni zum Nouruz-Neujahrsfest im März bangen, was das Risiko innerer Unruhen erhöht.

Die fehlende sichtbare Führung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Israel den neuen Ober-Mullah wahrscheinlich bereits ins Visier genommen hat und auch US-Präsident Donald Trump (79) keine Einwände gegen eine mögliche Eliminierung hätte.

Neue Plakatwände in Teheran zeigen zwar die drei Obersten Führer der Republik – Ruhollah Chomeini, Ali Chamenei und dessen Sohn Modschtaba Chamenei – doch die Abwesenheit des aktuellen Amtsinhabers wirft ein bezeichnendes Licht auf die aktuelle Regierungskrise des iranischen Gottesstaates.

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