Verhandlungen in Pakistan: Reden die Mullahs überhaupt mit Trumps Leuten?
Washington – Vor acht Tagen jubelte Trump über einen fast fertigen Deal für ein Kriegsende. Heute sind neue Verhandlungen in Pakistan geplant – und es ist nicht einmal klar, ob die Verhandler von USA und Iran-Regime überhaupt direkt miteinander sprechen werden!
Fakt ist nur: Am Freitagabend kam der Außenminister des Mullah-Regimes Abbas Aragtschi (63) in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad an. Im Laufe des Samstags sollen auch Trumps Sondergesandter Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45) eintreffen, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt (28), mitteilte. Doch darüber hinaus ist alles fraglich – denn beide Seiten stellen das Treffen völlig unterschiedlich dar.
Der US-Regierung zufolge sind es die Mullahs, die auf Gespräche drängen. Sie hätten sich nach einem Aufruf des US-Präsidenten „an uns gewandt und um dieses persönliche Gespräch gebeten“ – so stellte es Leavitt dar. Das iranische Staatsfernsehen berichtete dagegen, Araghtschi habe keine Pläne für Gespräche mit US-Vertretern. Auch Ismail Baghaei, Außenamtssprecher des Iran-Regimes, sagte: Bislang sei kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant.
Eine Mitteilung des pakistanischen Außenministeriums spricht nur davon, dass Irans Chef-Diplomat mit ranghohen Vertretern Pakistans zusammentreffen werde – „um die jüngsten regionalen Entwicklungen sowie die laufenden Bemühungen um Frieden und Stabilität in der Region zu besprechen“. Aus Pakistan will Aragtschi laut einem iranischen Sprecher in den Oman und nach Russland weiterreisen.
Keine direkten Gespräche?
Die widersprüchlichen Aussagen lassen offen: Werden die Konfliktparteien nur über pakistanische Vermittler Botschaften austauschen – oder doch direkt verhandeln? Ein weiteres Signal für den Stand der Dinge: Die Anwesenheit von US-Vizepräsident JD Vance (41) ist diesmal nicht vorgesehen. Er halte sich aber bereit, um nach Pakistan zu fliegen, sagte Leavitt. In der ersten Verhandlungsrunde in Islamabad vor zwei Wochen war er noch dabei – offenbar waren die Hoffnungen auf eine Einigung damals größer.



