Washington-Insider skeptisch: Das riskante Iran-Manöver von Trump und Vance
Riskantes Iran-Manöver: Trumps geheimes Spiel mit Vance

Das geheime Spiel mit dem Iran: Warum Trump seinen Vize ins Risiko schickt

In den politischen Korridoren Washingtons herrscht tiefe Skepsis. Warum überträgt US-Präsident Donald Trump (79) ausgerechnet seinem Vizepräsidenten JD Vance (41) die undankbare Aufgabe, mit dem iranischen Regime über einen möglichen Friedensdeal zu verhandeln? Insider berichten von einem riskanten politischen Manöver, das für Vance bitter enden könnte.

Vance zwischen Isolationismus und Kriegsunterstützung

Der Irak-Veteran JD Vance hat sich in der Trump-Bewegung als scharfer außenpolitischer Isolationist profiliert und war stets der härteste Kritiker aller US-Auslandseinsätze. Doch als Vizepräsident muss er nun den Iran-Krieg unterstützen, den sein eigener Chef begonnen hat. Dies stellt Vance vor ein gravierendes Problem: Er riskiert damit seine politische Glaubwürdigkeit, während er sich gleichzeitig als möglicher Trump-Nachfolger positioniert.

In Washington gilt es als ausgemachte Sache, dass Vance bei den Präsidentschaftswahlen 2028 für die Republikaner um das Weiße Haus kandidieren will. In den ersten Kriegswochen hielt sich der Vizepräsident noch bedeckt und äußerte sich kaum zu den US-Schlägen gegen das iranische Regime. Doch plötzlich steht er im Mittelpunkt der Kriegsdebatten, da er nun ein Abkommen über ein Kriegsende mit Teheran aushandeln soll.

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Vier mögliche Szenarien hinter den Verhandlungen

Zwei ehemalige hochrangige Mitarbeiter der ersten Trump-Regierung, die noch immer exzellent im Umfeld des Präsidenten und bei den Republikanern vernetzt sind, schildern vier mögliche Szenarien, die hinter den Vance-Verhandlungen stecken könnten.

Erstens: Operation Schadensbegrenzung

Vance könnte versuchen, sein Image als Friedensbringer zu retten. Gelingt ihm ein erfolgreicher Deal mit dem iranischen Regime, bleibt der politische Schaden für ihn begrenzt. Der noch kleine, aber laute Teil des Trump-Lagers, der den Iran-Krieg massiv ablehnt, würde Vance dann nicht in Mithaftung nehmen und ihn weiter als künftigen Präsidentschaftskandidaten unterstützen.

Zweitens: Trumps „Giftpille“

Der US-Präsident weiß möglicherweise, dass ein Deal mit dem iranischen Regium derzeit unmöglich ist – und überlässt Vance deshalb diese undankbare Aufgabe. Die islamistischen Machthaber beharren darauf, ihr Atomprogramm fortzusetzen, und wollen weiterhin massenhaft ballistische Raketen herstellen sowie Terrororganisationen wie die Hisbollah unterstützen. Trump könnte Vance bewusst scheitern sehen, wobei die genauen Motive unklar bleiben.

Drittens: Ein Test für Vance

Donald Trump könnte die Verhandlungen als Probelauf für seinen Vizepräsidenten betrachten, um zu prüfen, ob Vance oder sein Außenminister besser für die Nachfolge infrage kommt. Zuletzt stiegen die Chancen von Marco Rubio, die Republikaner nach der Trump-Präsidentschaft anzuführen. Rubio gilt als Kopf hinter der erfolgreichen Venezuela-Operation, mit der Trump sehr zufrieden sein soll. Nun könnte er Vance aufs außenpolitische Parkett schicken, damit dieser sich beweisen kann.

Viertens: Ein Täuschungsmanöver

Trump könnte die Verhandlungen nutzen, um eine neue überraschende Militäroperation gegen den Iran vorzubereiten. Bereits im Juni 2025 und im Februar 2026 ließ Trump seine Berater mit Teheran verhandeln – und schlug dann jeweils zu. Zuletzt wurde über eine mögliche Operation amerikanischer Bodentruppen im Iran berichtet, die sich bereits in der Planungsphase befinden soll.

Die politischen Konsequenzen

Unabhängig davon, welches Szenario zutrifft, steht fest: JD Vance befindet sich in einer politisch prekären Position. Einerseits muss er als Vizepräsident die Politik seines Chefs unterstützen, andererseits riskiert er damit seine Glaubwürdigkeit bei jenen Wählern, die ihn wegen seines isolationistischen Kurses schätzen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Vance dieses diplomatische Minenfeld erfolgreich navigieren kann oder ob er zum Bauernopfer in Trumps außenpolitischem Spiel wird.

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Die Washingtoner Insider bleiben skeptisch. Sie beobachten die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit, denn das Ergebnis dieser Verhandlungen könnte nicht nur über das Schicksal des Iran-Krieges entscheiden, sondern auch über die politische Zukunft eines Mannes, der sich als nächster republikanischer Präsidentschaftskandidat sieht.