Röttgen fordert bei Illner: Iranische Bevölkerung nicht im Stich lassen!
Röttgen: Iranische Bevölkerung nicht im Stich lassen

Röttgen mit eindringlichem Appell bei Illner: Iranische Bevölkerung nicht vergessen

In der politischen Talkshow von Maybrit Illner hat Unionsfraktionsvize Norbert Röttgen (CDU) eindringlich dazu aufgerufen, die iranische Bevölkerung in der aktuellen Krise nicht zu vernachlässigen. Der 60-jährige Politiker betonte, dass es bei den internationalen Verhandlungen und militärischen Entwicklungen vor allem um das Schicksal von 93 Millionen Iranern gehe, die unter dem repressiven Regime leiden und nach Freiheit streben.

Militärische Schwächung als potenzielle Chance

Röttgen bewertete die erhebliche militärische Schwächung des iranischen Regimes als grundsätzlich positiv. „Wenn ein solches Terrorregime weniger Waffen hat, wenn es in seinen Strukturen geschwächt ist, dann ist das eine Verbesserung“, erklärte der CDU-Politiker. Diese Entwicklung biete eine potenzielle Chance für die unterdrückten Menschen im Land, die dringend internationale Unterstützung benötigten.

Der Politiker warnte jedoch vor den weitreichenden Konsequenzen, die sich aus dem Kriegsverlauf ergeben könnten. „Sieg oder Niederlage an der Straße von Hormus würden Rückwirkungen auch auf diese Millionen Iraner haben“, so Röttgen. Er beschrieb den Wandel von einer theokratischen Führung hin zu einer Militärdiktatur unter Kontrolle der Revolutionsgarden.

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Strukturelle Veränderungen im Nahen Osten

Laut Röttgen wird der Konflikt einen grundlegend anderen Nahen Osten hervorbringen. Jede Kooperation zwischen den arabischen Staaten, den Golfstaaten und dem Iran sei vorbei, was gleichzeitig eine strukturelle Schwächung des Teheraner Regimes bedeute. Der CDU-Politiker prognostizierte, dass der Krieg in der Straße von Hormus entschieden werde – mit globalen Auswirkungen auf Region, Weltwirtschaft und Europa.

„Wenn es am Ende dabei bliebe, dieses Regime wird eine Militärdiktatur und es behält irgendwie die Kontrolle über die Straße von Hormus, dann ist das auch eine Niederlage für die iranische Bevölkerung“, warnte Röttgen. Dies würde eine dauerhafte Geiselnahme der Golfstaaten, der gesamten Region, der Weltwirtschaft und auch der Europäer bedeuten.

Gabriel warnt vor nordkoreanischem Szenario

In derselben Sendung äußerte sich auch der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) besorgt über mögliche Entwicklungen. Der 66-Jährige erinnerte an das Friedenswerben des damaligen US-Präsidenten Donald Trump bei Nordkoreas Diktator Kim Jong-un im Jahr 2019. „Meine Sorge ist, dass jetzt ein Regime kommt, das brutaler, härter, skrupelloser und repressiver ist“, erklärte Gabriel.

Der SPD-Politiker verwies auf die Argumentation iranischer Hardliner, die Nordkorea als Vorbild anführten: „Wenn wir die Bombe haben, dann kommt der amerikanische Präsident zu uns und erklärt, er verfällt in Liebe zu uns.“ Diese gefährliche Logik zeige, wie wichtig eine kluge und menschenrechtsorientierte Iran-Politik sei.

Die Diskussion bei Maybrit Illner verdeutlichte die komplexen Herausforderungen im Umgang mit dem Iran. Während die militärische Schwächung des Regimes als Chance begriffen wird, besteht gleichzeitig die Gefahr einer weiteren Repression der Bevölkerung. Internationale Akteure stehen vor der schwierigen Aufgabe, sowohl regionale Stabilität zu wahren als auch die Rechte der iranischen Bürger zu schützen.

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