Trump mischt sich in ungarischen Wahlkampf ein: „Wählt Orban“
Der ungarische Regierungschef Viktor Orban steht vor einer Wahl, die er laut aktuellen Prognosen möglicherweise verlieren könnte. Kurz vor dem entscheidenden Urnengang am Sonntag erhält er nun erneut prominente Unterstützung aus den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump hat sich persönlich in den Wahlkampf eingeschaltet und eine deutliche Botschaft für den rechtspopulistischen Politiker veröffentlicht.
Wahlkampfhilfe aus Washington
„GEHT RAUS UND WÄHLT VIKTOR ORBAN“, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. In seinem Beitrag bezeichnete er den ungarischen Ministerpräsidenten als einen „wahrer Freund, Kämpfer und GEWINNER“. Trump, der regelmäßig europäische Länder kritisiert, betonte zudem mit Nachdruck: „ICH STEHE VOLL UND GANZ HINTER IHM!“ Diese öffentliche Unterstützung erfolgt nur wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn.
Bereits in dieser Woche war US-Vizepräsident JD Vance als Wahlkampfunterstützung für Orban nach Ungarn gereist. Diese Aktivitäten unterstreichen die enge Verbindung zwischen Trump und Orban, die als politische Verbündete gelten. Trump hebt bei Treffen stets das gute Verhältnis zu dem ungarischen Regierungschef hervor.
Kritische Wahlaussichten für Orban
Umfragen deuten jedoch auf eine schwierige Lage für Viktor Orban hin. Die meisten Prognosen sehen die Tisza-Partei seines Herausforderers Peter Magyar deutlich vor der Fidesz-Partei von Orban liegen. Eine Niederlage droht dem langjährigen Regierungschef, der in der Europäischen Union wegen des Abbaus von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Kritik steht.
Auffallend ist auch Orbans Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der ungarische Regierungschef lässt Narrative des Kreml in den von ihm kontrollierten Medien verbreiten, was international auf Bedenken stößt. Die Wahl am Sonntag könnte somit eine entscheidende Weichenstellung für die politische Zukunft Ungarns und seine Beziehungen zu Europa bedeuten.
Die Intervention Trumps unterstreicht die geopolitischen Dimensionen dieses Wahlkampfs. Während Orban auf externe Unterstützung setzt, bleibt abzuwarten, ob die Wählerinnen und Wähler in Ungarn dieser Linie folgen werden. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Wahlkampfhilfe aus Washington den Ausschlag geben kann oder ob die inländischen politischen Dynamiken überwiegen.



