Selenskyj trifft Erdogan in Istanbul: Türkei als diplomatische Drehscheibe im Ukraine-Krieg
Selenskyj-Erdogan-Gespräche in Istanbul zu Ukraine-Krieg

Diplomatisches Treffen in Istanbul: Selenskyj und Erdogan beraten über Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in der türkischen Metropole Istanbul eingetroffen, um dort Gespräche mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan zu führen. Das für den Nachmittag angesetzte Treffen steht im Zeichen der anhaltenden Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in der Ukraine, wie aus dem Büro des türkischen Präsidenten verlautete.

Türkei als wiederkehrender Verhandlungsort

Die Türkei hat sich bereits mehrfach als Austragungsort für direkte Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Delegationen etabliert, die auf ein Ende des seit über vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs abzielen. Anfang März hatte Selenskyj mitgeteilt, dass die Türkei erneut bereit sei, diese Rolle zu übernehmen. Zuletzt fanden Gespräche zwischen Moskau und Kiew in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Schweiz unter Vermittlung der USA statt, blieben jedoch ohne entscheidenden Durchbruch. Der parallel eskalierende Iran-Krieg verzögerte zudem eine neue Verhandlungsrunde in diesem Format.

Selenskyjs Ankunft und regionale Initiativen

Nach seiner Ankunft in Istanbul gab Selenskyj seinen Aufenthalt auf der Plattform X bekannt und postete ein Video von seiner Landung am Flughafen. In einer begleitenden Nachricht betonte er: „Wir arbeiten daran, unsere Partnerschaft zu stärken, um echten Schutz des Lebens der Menschen zu gewährleisten, Stabilität zu fördern und Sicherheit in Europa sowie im Nahen Osten zu garantieren.“ Vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts war der ukrainische Präsident vor etwa einer Woche in mehreren Ländern der Region unterwegs und verkündete dabei verschiedene Vereinbarungen.

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Seit Beginn des Krieges bietet die Ukraine Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Unterstützung bei der Abwehr iranischer Drohnen an. Sie verweist dabei auf ihre umfangreiche Erfahrung im Umgang mit Drohnen und ballistischen Raketen, die sie im langwierigen Konflikt mit Russland gesammelt hat. Diese Expertise könnte nun auch in den Gesprächen mit Erdogan eine Rolle spielen, da die Türkei als regionaler Akteur sowohl in europäischen als auch nahöstlichen Sicherheitsfragen agiert.

Die diplomatischen Bemühungen in Istanbul unterstreichen die anhaltende Suche nach friedlichen Lösungen in einem Konflikt, der bereits zahlreiche Verhandlungsrunden ohne nachhaltigen Erfolg gesehen hat. Die Türkei positioniert sich dabei erneut als möglicher Vermittler, während Selenskyj und Erdogan versuchen, gemeinsame Strategien für Stabilität und Sicherheit in ihren jeweiligen Regionen zu entwickeln.

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