Trump stellt Europa Ultimatum für Militäreinsatz in der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat den europäischen Nato-Partnern ein neues Ultimatum gestellt. Innerhalb der nächsten Tage erwartet der amerikanische Präsident konkrete Zusagen für die Entsendung von Kriegsschiffen oder anderen militärischen Fähigkeiten in die strategisch wichtige Straße von Hormus. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die europäischen Hauptstädte entsprechend informiert.
Politische Unterstützungserklärungen wie in den ersten Tagen nach Kriegsbeginn gelten in Washington nicht mehr als ausreichend. Die Bundesregierung hatte zwar grundsätzliche Bereitschaft für eine gemeinsame Mission signalisiert, besteht jedoch auf klaren Rahmenbedingungen. Dazu gehören ein robustes Uno-Mandat sowie eine dauerhafte Waffenruhe oder ein verhandelter Waffenstillstand.
Deutschland als Kriegsgegner identifiziert
Laut Medienberichten lässt Trump aktuell eine Liste erstellen, welche europäischen Nato-Partner ihn im Iran-Krieg unterstützen oder sich gegen ihn stellen. Deutschland hatte den USA zwar keinerlei Beschränkungen für die Nutzung amerikanischer Militärbasen auferlegt, wurde dennoch als Kriegsgegner identifiziert. Grund ist die Formulierung, die Militärkampagne sei "nicht unser Krieg" – ein Zitat von Verteidigungsminister Boris Pistorius, das im Weißen Haus jedoch Bundeskanzler Friedrich Merz zugeordnet wurde.
Großbritannien entdeckt russische U-Boote vor der Küste
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat bekannt gegeben, dass Großbritannien Anfang des Jahres mehrere russische U-Boote vor seiner Küste entdeckt und über Wochen verfolgt hat. Die Operation diente dem Schutz von Seekabeln und Pipelines am Meeresboden, die für die Wirtschaft und Sicherheit der Inselnation von entscheidender Bedeutung sind.
Die U-Boote haben inzwischen die britischen Gewässer verlassen, und es gibt keine Anzeichen für Schäden an der Unterwasserinfrastruktur. Healey betonte jedoch, er mache die Operation öffentlich, damit Präsident Wladimir Putin erfahre, dass die U-Boote entdeckt worden seien. Die Pipelines unter dem Meeresboden liefern die Hälfte des Gases für britische Haushalte und tragen 99 Prozent des internationalen Telekommunikations- und Datenverkehrs.
Schwieriger Schutz des Meeresbodens
Die Nato fürchtet seit Längerem russische Angriffe auf ihre Unterwasserverbindungen, insbesondere im Baltikum. Der Schutz des Meeresbodens stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, da U-Boote unter Wasser nur schwer zu erkennen sind. Die britische Entdeckung unterstreicht die wachsenden Spannungen im maritimen Bereich.
Schauspieler Mario Adorf im Alter von 95 Jahren gestorben
Der legendäre Schauspieler Mario Adorf ist gestern im Alter von 95 Jahren in seiner Pariser Wohnung verstorben. Adorf prägte über sechs Jahrzehnte lang den deutschen Film und war für seine markante Präsenz sowie freche Sprüche bekannt. Seine Karriere umfasste mehr als 200 Film- und Fernsehrollen.
Bereits 1957 beeindruckte Adorf in dem True-Crime-Drama "Nachts, wenn der Teufel kam" als geistig eingeschränkter angeblicher Serienmörder. Internationale Bekanntheit erlangte er 1979 als Alfred Matzerath in Volker Schlöndorffs Verfilmung von Günter Grass' "Die Blechtrommel", wo er das vielschichtige Porträt eines Nazi-Mitläufers zeigte.
Verkörperung deutscher Mentalitätsgeschichte
Wie kaum ein zweiter Schauspieler hat Adorf deutsche Mentalitätsgeschichte wortwörtlich verkörpert. Immer wieder stellte er raumfüllend Charaktere dar, die in Nachkriegsdeutschland die Macht an sich rissen. In Helmut Dietls Kultserie "Kir Royal" von 1986 verkörperte er den Klebstofffabrikanten Haffenloher und hielt einen der größten Monologe der deutschen Fernsehgeschichte.
Adorfs Kindheit war von Entbehrungen geprägt – er verbrachte Zeit in einem katholischen Waisenhaus und wurde Zeuge von Pogromen gegen Juden. Diese Erfahrungen prägten seine zeitlebende Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. In seinen späten Jahren wurde er zu einer Vaterfigur der deutschen Filmwelt.
Weitere aktuelle Entwicklungen
Die Zahl der Firmenpleiten hat im ersten Quartal den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten erreicht. Mehr als 50.000 Arbeitsplätze sind von den Insolvenzen betroffen, und Forscher sehen "wenig Raum für Optimismus".
In den USA hat ein Architekt gestanden, acht Frauen ermordet zu haben, darunter viele Sexarbeiterinnen. Die sogenannten Gilgo-Beach-Morde hatten in den USA für großes Aufsehen gesorgt, der "Dünenkiller" wurde mehr als ein Jahrzehnt gesucht.
Der flüchtige Rechtsextremist Marla Svenja Liebich wurde nach monatelanger Fahndung in Tschechien entdeckt und auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls festgenommen.



