WM 2026: Nur Felix Zwayer als deutscher Hauptschiedsrichter nominiert
WM 2026: Nur ein deutscher Schiri pfeift

Offizielle Nominierung: Felix Zwayer als einziger deutscher WM-Schiedsrichter

Die FIFA hat das Schiedsrichter-Aufgebot für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada veröffentlicht. Die überraschende Nachricht: Mit Felix Zwayer (44) aus Berlin wurde nur ein einziger deutscher Hauptschiedsrichter für das Turnier nominiert. Damit steht fest, dass bei der WM im Sommer lediglich ein Deutscher die Spiele pfeifen wird.

Eine Premiere für den erfahrenen Unparteiischen

Für Zwayer bedeutet diese Nominierung eine besondere Premiere. Zwar kann der Berliner bereits auf umfangreiche Erfahrung bei großen internationalen Turnieren zurückblicken – er war unter anderem bei der EM 2024, der Klub-Weltmeisterschaft und dem Europa-League-Finale 2025 im Einsatz. Doch bei einer Fußball-Weltmeisterschaft wird er erstmals auf dem Platz stehen.

Ganz ohne deutsche Unterstützung reist Zwayer jedoch nicht zum Turnier an. Als Assistenten wurden Christian Dietz und Robert Kempter berufen, während Bastian Dankert als Video-Schiedsrichter nominiert wurde. Somit ist Deutschland zumindest im Schiedsrichterteam vertreten.

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Rekord-Aufgebot für das XXL-Turnier

Insgesamt hat die FIFA für die WM 2026 ein historisch großes Schiedsrichter-Kontingent zusammengestellt. Grund ist die neue Turniergröße: Erstmals nehmen 48 Nationalmannschaften teil, was zu insgesamt 104 Spielen führen wird. Das Aufgebot umfasst:

  • 52 Hauptschiedsrichter
  • 88 Assistenten
  • 30 Video-Schiedsrichter

Die Vorbereitung auf das Großereignis beginnt bereits Ende Mai in Miami. Dort beziehen die Unparteiischen ihr Quartier und absolvieren ab dem 31. Mai ein intensives zehntägiges Seminar. Die Video-Assistenten arbeiten derweil aus Dallas – im internationalen Sendezentrum der WM, wo eine Einrichtung ähnlich dem bekannten „Kölner Keller“ eingerichtet wird.

Vielfalt und Gleichberechtigung im Fokus

Ein besonderes Augenmerk legt die FIFA in diesem Jahr auf die Förderung von Frauen im Schiedsrichterwesen. Insgesamt wurden sechs Schiedsrichterinnen für das Turnier nominiert, wobei Katia Garcia aus Mexiko als einzige Frau die Position der Hauptschiedsrichterin einnehmen wird.

Schiedsrichterchef Pierluigi Collina betonte die Bedeutung dieser Entwicklung: „Mit der Nominierung von sechs Frauen setzen wir den vor vier Jahren in Katar begonnenen Trend konsequent fort. Unser Ziel ist es, Frauen im Schiedsrichterwesen nachhaltig zu fördern und ihnen gleichberechtigte Chancen zu bieten.“

Internationale Schiedsrichter-Liste für die WM 2026

Das Aufgebot spiegelt die globale Reichweite des Turniers wider. Aus Europa wurden unter anderem nominiert:

  • Alejandro Hernandez (Spanien)
  • Anthony Taylor (England)
  • Clement Turpin (Frankreich)
  • Danny Makkelie (Niederlande)
  • Felix Zwayer (Deutschland)
  • Szymon Marciniak (Polen)

Aus Südamerika sind Schiedsrichter wie Raphael Claus (Brasilien) und Facundo Tello (Argentinien) dabei, während aus Nord- und Mittelamerika neben Katia Garcia auch Cesar Ramos (Mexiko) und Ismail Elfath (USA) nominiert wurden. Aus Afrika, Asien und Ozeanien komplettieren weitere internationale Unparteiische das vielfältige Aufgebot.

Die WM 2026 verspricht nicht nur sportlich spannend zu werden, sondern zeigt auch, wie sich das Schiedsrichterwesen international weiterentwickelt – mit Deutschland durch Felix Zwayer in besonderer, wenn auch exklusiver Position vertreten.

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