Trump fordert Machtwechsel im Iran und kritisiert 47 Jahre leere Versprechen
Trump für Machtwechsel im Iran: „Seit 47 Jahren reden sie“

Trump drängt auf politischen Wandel im Iran

US-Präsident Donald Trump (79) hat sich während eines Besuchs auf dem US-Militärstützpunkt Fort Bragg in North Carolina deutlich für einen Machtwechsel im Iran ausgesprochen. Auf die Frage eines Reporters, ob er einen „Regimewechsel“ in der Islamischen Republik unterstütze, antwortete der Präsident: „Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte.“

Kritik an jahrzehntelangen Verhandlungen

Trump übte scharfe Kritik an der iranischen Führung und betonte: „Seit 47 Jahren reden und reden und reden sie.“ Der US-Präsident fügte hinzu: „Derweil haben wir viele Menschenleben verloren, während sie reden. Beine wurden weggerissen, Arme wurden weggerissen, Gesichter wurden weggerissen. Wir machen das schon seit langer Zeit, also warten wir ab, was passiert.“

Wer auf den religiösen Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei (86), folgen könnte, wollte Trump nicht konkret benennen. Er sagte lediglich: „Es gibt Leute.“

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Neue Atomgespräche in Genf geplant

Nach Informationen des Nachrichtenportals „Axios“ wird eine neue Verhandlungsrunde über das umstrittene Atomprogramm des Iran bereits am Dienstag in Genf erwartet. Auf die Frage, was Teheran tun könne, um einen möglichen Angriff der USA zu verhindern, erklärte Trump: Wenn „sie uns den richtigen Deal geben, werden wir das nicht tun“.

An den Gesprächen sollen auf amerikanischer Seite der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teilnehmen. Dies berichtete „Axios“ unter Berufung auf einen US-Beamten.

Internationale Unterstützung gefordert

Parallel rief Reza Pahlavi (65), der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu einem internationalen Eingreifen im Iran auf. „Ich denke, viele Iraner im Inland und im Ausland hoffen, dass eine Intervention, die das Repressionsinstrument des Regimes neutralisiert, uns endlich eine Chance auf eine endgültige Lösung gibt“, so Pahlavi. Er bat ausdrücklich um eine „humanitäre Intervention, um zu verhindern, dass mehr unschuldige Menschen getötet werden“.

Eskalation der militärischen Spannungen

Die Beziehungen zwischen Washington und Teheran sind weiterhin angespannt. Bereits im vergangenen Jahr waren Gespräche über das iranische Atomprogramm ins Stocken geraten. Nur einen Tag vor einer geplanten weiteren Verhandlungsrunde hatte Israel Ziele im Iran angegriffen. Das amerikanische Militär schloss sich knapp eine Woche später diesen Angriffen an und bombardierte iranische Atomanlagen.

Zugleich lässt Trump seit Wochen die militärische Präsenz der USA im Nahen Osten deutlich ausbauen. Neben dem Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ bestätigte der Präsident nun, dass ein weiterer Flugzeugträger folgen wird. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die „U.S.S. Gerald R. Ford“, den modernsten Flugzeugträger der U.S. Navy.

Die Situation bleibt somit äußerst dynamisch. Während neue diplomatische Gespräche anstehen, werden gleichzeitig militärische Kapazitäten verstärkt. Die Forderung nach einem Regimewechsel im Iran durch die US-Regierung unterstreicht die tiefgreifenden Differenzen zwischen beiden Staaten.

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