Trump sieht Iran-Krieg kurz vor dem Ende – Neue Verhandlungsrunde in Sicht
US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem Sender Fox News die Hoffnung geäußert, dass der militärische Konflikt mit dem Iran bald beendet sein könnte. "Ich glaube, er ist fast vorbei", sagte Trump und bekräftigte seine Einschätzung mit den Worten: "Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist." Der US-Präsident deutete zudem eine mögliche neue Verhandlungsrunde in dem seit Wochen schwelenden Konflikt an.
Vage Andeutungen und diplomatische Signale
Bereits zuvor hatte Trump in einem Telefonat mit der "New York Post" vage Hinweise auf weitere Gespräche gegeben. "In Pakistan könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren", erklärte er, ohne konkretere Details zu nennen. In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war am vergangenen Wochenende eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ergebnislos zu Ende gegangen. Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits am Donnerstag ein weiteres Treffen folgen.
Vizepräsident Vance zeigt sich optimistisch
US-Vizepräsident JD Vance äußerte sich bei einer Veranstaltung in Athens, Georgia, zuversichtlich über den Verlauf der bisherigen Verhandlungen. Zwar gebe es nach wie vor erhebliches Misstrauen zwischen Washington und Teheran, das nicht über Nacht ausgeräumt werden könne, doch die iranischen Unterhändler zeigten sich laut Vance kooperationsbereit. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was unsere Position angeht", so der Vizepräsident.
Vance betonte, dass Präsident Trump einen Deal anstrebe, bei dem der Iran auf Atomwaffen verzichte und keine staatliche Förderung von Terrorismus betreibe. Dissens herrsche derzeit vor allem bei der Frage, wie lange der Iran auf die Anreicherung von Uran verzichten müsse.
Stabile Waffenruhe und militärische Blockade
Die seit zwei Wochen geltende Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird von der US-Regierung als stabil eingeschätzt. "Derzeit hält die Waffenruhe", bestätigte Vance. Die Feuerpause läuft in der kommenden Woche aus. Parallel dazu setzt die US-Navy ihre Blockade der Straße von Hormus fort. Das US-Regionalkommando Centcom teilte mit, dass in den ersten 24 Stunden der Seeblockade sechs Handelsschiffe zum Umkehren gezwungen wurden. Kein Schiff habe die Blockade durchbrochen.
Wirtschaftliche Auswirkungen und internationale Reaktionen
Die Aussicht auf neue Friedensgespräche sorgte an der Wall Street für spürbare Erleichterung:
- Der Dow Jones stieg um 0,7 Prozent auf 48.536 Punkte.
- Der Nasdaq gewann 2,0 Prozent und schloss bei 23.639 Zählern.
- Die Rohölsorte Brent verbilligte sich um 4,3 Prozent auf 95,14 Dollar pro Barrel.
Bob Savage, Chefstratege bei der Bank of New York Mellon, kommentierte: "Dass sich der Konflikt zwischen den USA und Iran von Raketen auf Worte verlagert, nährt bei den Anlegern die Hoffnung, dass die Auseinandersetzung bald beigelegt wird."
IWF-Chefin Kristalina Georgieva äußerte die Erwartung, dass sich die Weltwirtschaft rasch von den Schocks des Nahostkriegs erholen könne, sofern der Konflikt in den nächsten Wochen endet. Sollte er sich jedoch bis in den Sommer hinziehen, würde sich die Situation deutlich verschlechtern.
Trumps Einschätzung zum Wiederaufbau
In seinem Fox-News-Interview ging Trump auch auf die Folgen des Krieges ein. Sollten sich die USA zurückziehen, würde der Iran seiner Einschätzung nach etwa 20 Jahre benötigen, um das Land wiederaufzubauen. "Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert", fügte der Präsident hinzu. Er glaube fest daran, dass der Iran unbedingt einen Deal eingehen wolle.



