Kehrtwende in der US-Kubapolitik: Trump öffnet Tor für russischen Öltanker
In einer überraschenden politischen Wende hat US-Präsident Donald Trump (79) die monatelange Blockade von Ölimporten nach Kuba durchbrochen. Der Republikaner erlaubte einem russischen Öltanker die Weiterfahrt zur kommunistischen Karibikinsel, wie aus Washingtoner Regierungskreisen bestätigt wurde.
„Kuba ist am Ende“ – Trumps knallharte Einschätzung
„Wenn ein Land gerade jetzt etwas Öl nach Kuba schicken will, dann habe ich kein Problem, ob es nun Russland ist oder nicht“, erklärte Trump an Bord der Air Force One gegenüber Journalisten. Seine Begründung fiel deutlich aus: „Ich ziehe es vor, ihn reinzulassen, denn die Leute brauchen Heizung und Kühlung und alles andere.“ Gleichzeitig blieb der US-Präsident bei seiner pessimistischen Einschätzung: „Kuba ist am Ende.“
Der russische Öltransporter befand sich am Sonntagabend nur noch wenige Kilometer vor Kubas Hoheitsgewässern und könnte bereits am Montagabend den Hafen Matanzas erreichen. Die New York Times hatte zuvor über die Genehmigung der US-Küstenwache berichtet.
Kubas Energiekrise verschärft sich dramatisch
Die kommunistische Inselnation steckt seit Jahren in einer tiefen Wirtschaftskrise, die sich durch das dreimonatige US-Embargo zusätzlich verschärft hat. Besonders kritisch ist die Energiesituation: Venezuela, Kubas wichtigster Energielieferant, fiel als Partner aus, nachdem die USA Anfang Januar Präsident Nicolás Maduro festnahmen und einen Machtwechsel erzwangen.
Die Blockade von Treibstoffimporten hat zu leeren Tankstellen und einer prekären Versorgungslage geführt. Verwaiste Tankstellen in Havanna sind zum Symbol der Krise geworden.
Trump kündigt Hilfe an – mit klarer Botschaft
Der US-Präsident bekräftigte seine früheren Äußerungen, dass Kuba kurz vor dem Kollaps stehe, und signalisierte gleichzeitig Unterstützung: „Wir werden da sein, um ihm auszuhelfen.“ Diese Ankündigung erfolgte jedoch nicht ohne Hintergedanken. Mit Verweis auf militärische Erfolge in Venezuela hatte Trump am Wochenende erklärt, Kuba sei „als Nächstes dran“.
Die Entscheidung, den russischen Tanker passieren zu lassen, bewertet Trump als humanitäre Geste: „Eine einzige Schiffsladung ändere nichts an der Lage“, betonte er, doch sie könne kurzfristig Linderung bringen. Die politischen Implikationen dieser Kehrtwende werden jedoch weit über die humanitäre Hilfe hinausreichen und die geopolitischen Beziehungen in der Region nachhaltig beeinflussen.



