Washington (USA) – Der bewaffnete Angreifer Cole Tomas Allen (31) durchbrach am Samstagabend die Kontrollpunkte des Secret Service auf dem Weg zu US-Präsident Donald Trump (79). Doch der Attentäter konnte gestoppt werden. Weil Allen als normaler Hotelgast im Washingtoner Hilton Hotel eingecheckt hatte, schlüpfte er durch das Sicherheitsraster. Der Anschlagsversuch auf den Präsidenten hat nun erste Konsequenzen und verleiht einem von Trumps Lieblingsprojekten Aufwind.
Trump nutzt die Gunst der Stunde
„Das wäre nie passiert mit dem militärischen Topsecret-Ballsaal, der gerade neben dem Weißen Haus errichtet wird“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Saal sei nicht nur wunderschön, „sondern verfügt auch über alle erdenklichen Sicherheitsmerkmale“. Während zuletzt ein Bundesberufungsgericht einen gerichtlichen Baustopp kassierte, geht Trump bei seinem Lieblingsthema in die Offensive. Er wolle Veranstaltungen wie das Presse-Dinner künftig in den neuen Ballsaal verlegen, sagte er im Interview mit CBS. „Nichts darf den Bau behindern!“ Bei Fox News lobte er das kugelsichere Glas und den Schutz vor möglichen Drohnenangriffen.
Der Mega-Ballsaal: Prunkvoll und sicher
Der neue Festsaal soll 8360 Quadratmeter groß werden und ist als prägendes Element von Trumps Präsidentschaft geplant. Mehrfach wöchentlich soll er Sitzungen abhalten und sich über einzelne Schritte detailliert auf dem Laufenden halten lassen. Für den Bau ließ Trump sogar den Ostflügel des Weißen Hauses aus dem Jahr 1902 abreißen. Die US-Regierung verteidigt das 400-Millionen-Projekt gegen Kritiker als Modernisierung, Lösung für Platzprobleme und begründet es mit einem Sicherheits-Upgrade.
Positive Effekte für Trump?
Der Anschlagsversuch könnte sich für Trump gleich mehrfach als günstige Fügung erweisen: Angesichts des Iran-Kriegs sind seine Beliebtheitswerte in den Keller gerauscht. Nun bestimmt ein anderes Thema die Schlagzeilen der US-Medien. Und der Präsident kann sich wieder einmal als furchtlos inszenieren. Er habe den Raum gar nicht verlassen wollen, als die Secret-Service-Agenten auf die Bühne rannten, berichtete Trump bei CBS. Auch deshalb sei Vize JD Vance (41) schneller vom Podium geleitet worden. Trump: „Ich wollte sehen, was passiert, und ich habe es ihnen nicht einfach gemacht. Ich wollte alles sehen.“



