Trump prüft iranischen Friedensplan: Deal oder neue Bomben?
Trump prüft iranischen Friedensplan

Washington/Teheran – Einigen sich Donald Trump (79) und das Mullah-Regime jetzt auf einen Deal? Oder erleben wir die Ruhe vor einem neuen Angriffssturm? Der US-Präsident hat angekündigt, einen iranischen Friedensvorschlag zu prüfen. Die Chancen, dass die Punkte ihn überzeugen, beurteilt er allerdings als gering.

Trumps skeptische Haltung

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel ist. Der Iran hat noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt, was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat“, schrieb Trump auf Truth Social. Gleichzeitig drohte er, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung falsch verhalten.

Das Angebot der Mullahs im Detail

Was schlagen die Mullahs vor? Der aktualisierte 14-Punkte-Plan fordert die „Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanons“, so die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim. Weiter sollen die Iraner Garantien gegen künftige „militärische Aggressionen“ und den Abzug von US-Streitkräften aus der Region fordern.

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Außerdem: Die Aufhebung von Sanktionen, Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und ein Ende der US-Seeblockade der Straße von Hormus. Sie trifft die Mullahs hart, denn Donald Trump stoppte damit den lukrativen iranischen Öl-Export. Wie das US-Portal „Axios“ berichtet, will Teheran alle Punkte innerhalb von einem Monat lösen. Erst dann will der Iran auch über sein Atomprogramm verhandeln.

Widersprüchliche Signale aus Washington

Auch angesichts vieler offensichtlicher Knackpunkte sendete Trump widersprüchliche Signale. Nach dem Eingang des Plans am Freitag sagte er, er sei „nicht zufrieden“. Samstag kündigte er auf dem Flughafen von Palm Beach (Florida) dann aber an, er werde ihn im Flugzeug noch einmal prüfen. „Sie wollen einen Deal. Ich schaue es mir an. Ich melde mich später bei Ihnen“, sagte er gegenüber Reportern. In der Nacht zu Sonntag deutscher Zeit schrieb er dann, er könne sich keine Einigung vorstellen.

Droht eine neue Angriffswelle?

Gehen jetzt die Kämpfe wieder los? Dafür spricht: Donnerstag wurde Trump vom Chef von CENTCOM, dem Nahost-Kommando der US-Streitkräfte, über neue Pläne für Militärschläge gegen den Iran unterrichtet. Demnach könnte eine „kurze und kräftige“ Angriffswelle kommen.

Die Lage bleibt angespannt. Während Trump den Friedensvorschlag prüft, bereitet das Militär offenbar neue Optionen vor. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Diplomatie oder Eskalation den Ton angeben.

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