Trump prüft neuen Iran-Plan: Drohung mit weiteren Angriffen bleibt bestehen
Trump prüft neuen Iran-Plan – Drohung bleibt

Trump prüft neuen Iran-Plan – aber wenig Hoffnung auf Frieden

US-Präsident Donald Trump hat die Prüfung eines vom Iran übermittelten Planes für ein Ende des Krieges angekündigt. Allerdings äußerte er sich skeptisch, ob dieser akzeptabel sei. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, er könne sich nicht vorstellen, dass der Vorschlag annehmbar sei, ohne auf Details einzugehen. Der Iran habe „noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt, was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat“. Über zwei Monate nach Kriegsbeginn scheint eine Lösung damit weiterhin in weiter Ferne.

Trump warnte zugleich, es bestehe weiterhin die Möglichkeit, den Iran erneut anzugreifen, falls sich die iranische Führung aus seiner Sicht falsch verhalte. Ähnliche Drohungen, teils mit schärferen Worten, hatte der US-Präsident in den vergangenen Wochen wiederholt ausgesprochen. Israelische Medien berichteten am Sonntag, das Militär befinde sich in erhöhter Alarmbereitschaft, andere Berichte sprachen jedoch davon, dass nicht von neuen militärischen Aktivitäten ausgegangen werde.

Iranischer Vorschlag mit 14 Punkten

Am Freitag wurde bekannt, dass der Iran einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber, ohne auf Inhalte einzugehen. Bisher waren die Kriegsparteien bei keinem der übermittelten Vorschläge zu einem Konsens gelangt. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Agentur Tasnim berichtete, der iranische Vorschlag umfasse 14 Punkte und sei eine Antwort auf einen US-Vorschlag. Er fordere die „Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanons“. Dort gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel, die in den letzten Tagen wieder deutlich zugenommen hat.

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Laut Tasnim werden in dem Vorschlag Garantien gegen militärische Aggressionen und der Abzug von US-Militärstreitkräften aus der Region um den Iran thematisiert. Zudem sollten eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben werden. Weiterhin geht es um die Aufhebung von Sanktionen sowie die Einführung eines „neuen Mechanismus für die Straße von Hormus“. Diese für die Weltwirtschaft bedeutende Meerenge ist derzeit weitgehend blockiert.

Trump will iranische Raketenproduktion beseitigen

Auf dem Flughafen in Palm Beach in Florida sagte Trump Reportern, was den Iran betreffe, laufe es für die USA sehr gut. „Sie wollen einen Deal.“ Auf die Frage, ob er die restlichen iranischen Raketenproduktionskapazitäten beseitigen wolle, antwortete Trump: „Ja, ich würde sie gerne beseitigen.“ Andernfalls wäre dies für den Iran ein Anfang, sie wieder aufbauen zu können. Trump hatte ebenfalls am Freitag die Kampfhandlungen im Iran in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte.

Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und arabische Staaten am Golf. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe. Washington verlangt für ein Kriegsende neben der Herausgabe des hoch angereicherten Urans die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Zudem will Washington dem Iran eine Begrenzung seines Programms zur Entwicklung ballistischer Raketen auferlegen.

Milliardenschwere Waffenlieferungen an Partner

Derweil genehmigte das US-Außenministerium milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Per Notfallbeschluss habe Außenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar (rund 21,3 Milliarden Euro) bewilligt, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses.

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Seit Beginn des Krieges habe der Iran Tausende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf die Partner der USA in der Region abgefeuert, hieß es zur Begründung. Die meisten davon seien erfolgreich abgefangen worden. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das Ministerium auch damit, dass die Partner „derzeit angegriffen werden“. Gregory Meeks, führender Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, wertete den Schritt als Missachtung des Kongresses. Von den aufgeführten Exporten betreffe nur einer Verteidigungsgüter, die sofort exportiert werden könnten. „Die Regierung nutzt den Vorwand einer Notstandserklärung, um Verkäufe durchzusetzen, die keinen dringenden Bezug zu aktuellen Konflikten haben“, teilte er mit.

Brüchige Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah

Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon bleibt brüchig. Das israelische Militär teilte am Abend auf Telegram mit, am Samstag seien im Südlibanon zahlreiche terroristische Infrastruktureinrichtungen angegriffen und „Terroristen“ eliminiert worden, die in unmittelbarer Nähe von israelischen Soldaten operiert hätten. Bei den Angriffen seien 70 militärische Strukturen der Hisbollah zerstört worden, darunter Waffenlager.