Trump kündigt ‚Projekt Freiheit‘ für feststeckende Schiffe in der Straße von Hormus an
Trump: ‚Projekt Freiheit‘ für Schiffe in der Straße von Hormus

Die USA planen nach Angaben von Präsident Donald Trump ab diesem Montag eine neue Initiative, um Schiffe zu unterstützen, die aufgrund der Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus festsitzen. Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, dass Länder aus aller Welt die USA um Hilfe gebeten hätten, ihre Schiffe zu befreien.

Details des „Projekt Freiheit“

„Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstraßen herausführen werden“, schrieb Trump. Er betonte, dass es sich um Schiffe aus Regionen handele, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt seien. „Sie sind lediglich neutrale und unschuldige Dritte!“ Für den Fall von Behinderungen drohte Trump mit einem harten Vorgehen.

Humanitäre Geste oder politisches Manöver?

Der US-Präsident bezeichnete den Vorstoß als „Projekt Freiheit“, das mit dem Beginn des Montagmorgens im Nahen Osten starten soll. Konkrete Angaben zur Umsetzung machte er jedoch nicht. Trump sprach von einer „humanitären Geste“ und wies darauf hin, dass vielen Schiffen Lebensmittel und andere für gesunde und hygienische Zustände notwendige Güter ausgingen.

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Parallelgespräche mit dem Iran

Trump erklärte, seine Vertreter führten „sehr positive Gespräche mit dem Iran“, die zu etwas „sehr Positivem für alle“ führen könnten. Ob die angekündigte US-Initiative mit Teheran abgestimmt ist, blieb unklar. Nur einen Tag zuvor hatte Trump sich skeptisch über die Verhandlungen geäußert und einen iranischen Vorschlag als kaum akzeptabel bezeichnet. Zugleich drohte er mit erneuten Angriffen, falls die iranische Führung sich falsch verhalte.

Irans Reaktion

Das iranische Außenministerium bestätigte am Sonntag, dass die USA auf den iranischen Vorschlag geantwortet hätten. Man prüfe die Antwort nun, erklärte Außenamtssprecher Ismail Baghai. Laut Nachrichtenagentur Fars sieht der iranische 14-Punkte-Plan für ein Kriegsende kein nukleares Thema vor. Irans Atomprogramm bleibt jedoch ein zentraler Streitpunkt mit den USA.

Straße von Hormus: weiterer zentraler Konfliktpunkt

Die USA drängen seit Langem auf eine Öffnung der von Teheran blockierten Straße von Hormus, bisher ohne Erfolg. Die Schifffahrt in der für den weltweiten Ölhandel entscheidenden Meerenge ist stark eingeschränkt. Der Iran hat nach dem von den USA und Israel begonnenen Krieg die Durchfahrt weitgehend zum Erliegen gebracht. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

Erst am Sonntag meldete die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) einen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus. Der Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters habe einen Angriff mehrerer kleiner Boote gemeldet. Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf, und es seien keine Umweltauswirkungen bekannt. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete hingegen, ein Schiff sei auf Anordnung der iranischen Marine gestoppt worden, um Dokumente zu prüfen – ohne Angriff.

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