Washington, D.C., 20. Januar 2025. An diesem bitterkalten Wintertag steht Donald Trump im Kapitol und hält seine Antrittsrede für die zweite Amtszeit. Er verkündet einen nationalen Energienotstand: „Wir werden bohren, Baby, bohren!“ Trump verspricht Reichtum durch Öl, das „flüssige Gold unter unseren Füßen“.
Peking, 23. April 2025. Xi Jinping sitzt an seinem Schreibtisch aus dunklem Holz, hinter ihm ein Gemälde der Chinesischen Mauer in orangefarbenem Licht. „Grüne und emissionsarme Entwicklung ist der Trend unserer Zeit“, sagt Chinas Machthaber in einer Videoansprache. Unter seiner Führung habe China „das weltweit größte und am schnellsten wachsende System für erneuerbare Energien aufgebaut“ – Solarzellen und Windräder.
Zwei Anführer, zwei Strategien
Trump, der Ölbaron. Xi, der Solarfürst. So wollen sie gesehen werden. Zwei Anführer energiehungriger Staaten, geopolitische Widersacher, technologische Gegner. Mitte Mai sollen sie einander in Peking treffen.
Während Amerika Solarparks stoppt und auf fossile Brennstoffe setzt, lässt China erstmals mehr Elektroautos als Verbrenner zu. Der Irankrieg liefert Xi das stärkste Argument: Abhängigkeit von Öl ist verwundbar. China setzt auf Unabhängigkeit durch erneuerbare Energien.
Die Ausgangslage vor dem Gipfel
Beide Präsidenten stehen unter Druck. Trump muss die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze sichern. Xi will Chinas Vormachtstellung in grünen Technologien festigen. Der Gipfel wird zeigen, wer die besseren Karten hat.
Analysten sehen China im Vorteil: Die Investitionen in Solar und E-Mobilität zahlen sich aus. Die USA hingegen hinken hinterher. Trump setzt auf kurzfristige Gewinne, Xi auf langfristige Strategie.
Das Treffen in Peking wird richtungsweisend sein – nicht nur für die beiden Länder, sondern für die gesamte Weltwirtschaft.



