US-Präsident Donald Trump hat vor seiner Abreise nach China versprochen, die Volksrepublik mit Hilfe amerikanischer Unternehmen auf ein „noch höheres Level“ zu bringen. Auf seiner Plattform Truth Social kündigte er an, dass seine „allererste Bitte“ an Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sein werde, das Land für amerikanische Wirtschaftsvertreter und Unternehmen zu öffnen.
Wirtschaftsdelegation der Spitzenklasse
Begleitet wird Trump von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation, darunter Nvidia-Chef Jensen Huang, Tesla-Chef Elon Musk, Apple-Chef Tim Cook, Blackstone-Chef Stephen Schwarzman und Boeing-Chef Kelly Ortberg. Trump bezeichnete die amerikanischen Wirtschaftsvertreter als „geniale Leute“, die China helfen könnten, die Volksrepublik auf ein höheres Niveau zu heben. Xi Jinping nannte er einen Politiker von „außergewöhnlichem Rang“.
Handelsgespräche vor dem Gipfel
Kurz vor Trumps Ankunft in Peking trafen sich die Chefunterhändler beider Seiten in Incheon nahe Seoul. Der chinesische Vize-Ministerpräsident He Lifeng und US-Finanzminister Scott Bessent führten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua „offene“ und „konstruktive“ Gespräche über Handels- und Wirtschaftsprobleme und die bilaterale Zusammenarbeit. Das chinesische Außenministerium hieß Trump vorab willkommen und kündigte an, dass Trump und Xi Jinping über Hauptfragen der US-China-Beziehungen und des Weltfriedens sprechen würden.
Brisante Themen auf der Agenda
Der Besuch gilt als wichtiger Test für das Verhältnis der beiden größten Volkswirtschaften. Neben Handel und Marktzugang dürften Exportkontrollen im Technologiebereich, der Irankrieg und die Taiwan-Frage zur Sprache kommen. Beobachter erwarten, dass Xi Jinping versuchen wird, Trump zu Zugeständnissen in der Taiwan-Politik zu bewegen. Trump selbst hat sich in der Vergangenheit mehrfach skeptisch zur US-Unterstützung für Taiwan geäußert.
Die Reise Trumps und die begleitenden Wirtschaftsgespräche zeigen die komplexe Verflechtung von Wirtschaft und Politik zwischen den USA und China. Während Trump auf bessere Bedingungen für US-Unternehmen drängt, verspricht er gleichzeitig, dass diese Unternehmen China helfen könnten, sein wirtschaftliches Potenzial voll auszuschöpfen. Die kommenden Tage in Peking werden zeigen, ob die Rhetorik in konkrete Ergebnisse mündet.



