Trump äußert sich nach Festnahme von Prinz Andrew im Epstein-Skandal
US-Präsident Donald Trump (79) hat sich jetzt zur vorübergehenden Festnahme des früheren britischen Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor (66) im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal geäußert. An Bord der Air Force One sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten: „Es ist eine Schande und sehr schlecht für die königliche Familie.“ Der Präsident bedauerte die Festnahme als „sehr traurig“ und mischte sich damit in die internationale Affäre ein.
Hintergrund der Festnahme auf königlichem Anwesen
Am Donnerstagmorgen wurde Prinz Andrew auf dem königlichen Anwesen Sandringham festgenommen, wo er aktuell in einem Landhaus namens Wood Farm wohnt. Zivilbeamte rückten dort an, um den Bruder von König Charles zu vernehmen. Nach stundenlangem Verhör wurde Andrew am Abend um 20 Uhr deutscher Zeit jedoch wieder entlassen. Die Festnahme diente möglicherweise zunächst nur zur Befragung.
Der Verdacht gegen Andrew lautet auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt, basierend auf den Epstein-Akten. In seiner Rolle als britischer Handelsbeauftragter von 2001 bis 2011 könnte er sensible Informationen an den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) weitergegeben haben. Es geht bei dieser Festnahme ausdrücklich nicht um die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs, die ebenfalls im Raum stehen. Trotzdem droht Andrew im Falle einer Verurteilung lebenslange Haft. Er selbst bestreitet bislang jegliches Fehlverhalten.
Trumps eigene Position zu den Epstein-Akten
Auch Donald Trump selbst steht durch die Epstein-Akten unter Druck, in denen sein Name tausende Male erwähnt wird. Der Präsident war jahrelang mit dem Millionär befreundet. Dazu äußerte sich Trump nun ebenfalls und erklärte, er sehe sich durch die veröffentlichten Akten „vollständig entlastet“. Bislang konnte ihm kein persönliches Fehlverhalten nachgewiesen werden, obwohl seine Verbindungen zu Epstein dokumentiert sind.
Historischer Kontext des Epstein-Skandals
Jeffrey Epstein stand unter dem Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente wie Prinz Andrew vermittelt zu haben. Bereits 2008 wurde er erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Durch einen umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals jedoch nur eine 18-monatige Haftstrafe. Die aktuellen Ermittlungen und die Veröffentlichung der Akten haben den Skandal nun erneut international ins Rampenlicht gerückt.
Die Äußerungen von Donald Trump zeigen, wie sehr dieser Fall auch die politischen Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien berührt. Die königliche Familie steht durch die Vorwürfe gegen Andrew unter besonderem Druck, während Trump versucht, seine eigene Position in der Affäre zu klären.



