USA blockieren Straße von Hormus: Analysten melden zwei Durchbrüche trotz Seesperre
USA blockieren Hormus: Analysten melden zwei Durchbrüche

USA verhängen Seeblockade gegen Iran in Straße von Hormus

Die Vereinigten Staaten haben ihre angekündigte Seeblockade gegen den Iran in der strategisch wichtigen Straße von Hormus umgesetzt. Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden in den ersten 24 Stunden sämtliche Schiffsbewegungen gestoppt. Sechs Handelsschiffe folgten demnach den Anweisungen der US-Marine und kehrten in iranische Häfen am Golf von Oman zurück.

Analysten widersprechen: Zwei Schiffe durchbrachen Sperre

Doch Schifffahrts-Analysten des Unternehmens Kpler melden gegenteilige Beobachtungen. Ihren Daten zufolge haben zwei aus iranischen Häfen kommende Schiffe die Meerenge erfolgreich passiert. Dabei handelt es sich um den unter liberianischer Flagge fahrenden Frachter Christianna, der nach dem Löschen von Mais in einem iranischen Hafen die Straße von Hormus durchquerte, sowie um den unter der Flagge der Komoren fahrenden Methanol-Tanker Elpis.

Militärische Aufstellung und politischer Hintergrund

US-Präsident Donald Trump hatte die Blockade angekündigt, nachdem Verhandlungen zur Beendigung des sechswöchigen Iran-Krieges am Wochenende gescheitert waren. Zur Durchsetzung der Sperre setzen die Vereinigten Staaten mehr als 10.000 Soldaten, über ein Dutzend Kriegsschiffe und Dutzende Flugzeuge ein. Die Blockade gilt laut US-Militär für alle Schiffe – unabhängig von ihrer Nationalität –, die iranische Häfen und Küstengebiete ansteuern oder verlassen wollen.

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Humanitäre Ausnahmen und Expertenkritik

Ausgenommen von der Sperre sind humanitäre Lieferungen wie Lebensmittel und medizinische Güter, die jedoch vorab inspiziert werden müssen. Experten kritisieren das Vorgehen der USA scharf. Sie warnen vor der Gefahr iranischer Gegenangriffe, der Belastung der ohnehin fragilen Waffenruhe und neuen Verunsicherungen an den globalen Märkten.

Auswirkungen auf den Ölmarkt und diplomatische Bemühungen

Die Ankündigung der Seeblockade ließ den Ölpreis zeitweise wieder über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel steigen. Hinter den Kulissen laufen jedoch bereits intensive diplomatische Bemühungen. Berichten zufolge haben Diplomaten am Dienstag über geheime Kanäle eine neue Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran vorbereitet. Trump sagte der New York Post, eine zweite Verhandlungsrunde könne in den nächsten zwei Tagen stattfinden. Als möglicher Verhandlungsort ist erneut die pakistanische Hauptstadt Islamabad im Gespräch.

Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft die Entwicklung in der kritischen Wasserstraße genau beobachtet. Die Diskrepanz zwischen offiziellen US-Angaben und den Beobachtungen unabhängiger Analysten wirft Fragen zur tatsächlichen Wirksamkeit der Blockade auf.

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