USA nehmen Nichten von getötetem Iran-General Soleimani fest
Die US-Einwanderungsbehörde ICE hat die Nichte und Großnichte des im Jahr 2020 getöteten iranischen Generals Ghassem Soleimani festgenommen. Die beiden Frauen wurden in ICE-Gewahrsam genommen, nachdem das US-Außenministerium ihre Green Cards, also die Aufenthaltsberechtigungen in den USA, für ungültig erklärt hatte. Dies teilte das Ministerium in einer offiziellen Mitteilung vom Samstag mit.
Hintergrund der Festnahme
Ghassem Soleimani war Kommandeur der Auslandseinheit der iranischen Revolutionsgarden, der sogenannten Al-Kuds-Brigaden. Er wurde im Januar 2020 bei einem gezielten US-Angriff getötet, was zu erheblichen Spannungen zwischen den USA und dem Iran führte. Die Festnahme seiner Verwandten erfolgt vor diesem politisch aufgeladenen Hintergrund.
Das US-Außenministerium begründete die Maßnahme damit, dass Soleimanis Nichte in den sozialen Medien ihre Unterstützung für das „totalitäre, terroristische Regime im Iran“ bekundet habe. Zudem wurde gegen ihren Ehemann ein Einreiseverbot in die USA verhängt. Diese Schritte unterstreichen die anhaltenden diplomatischen und sicherheitspolitischen Konflikte zwischen Washington und Teheran.
Auswirkungen und Reaktionen
Die Festnahme der beiden Frauen wirft Fragen nach der rechtlichen Grundlage und den möglichen politischen Konsequenzen auf. Experten sehen darin eine weitere Eskalation in den bereits angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran. Die Entscheidung, Green Cards für ungültig zu erklären, basiert auf Sicherheitsbedenken und soll verhindern, dass Personen mit Verbindungen zu als feindlich eingestuften Regimen in den USA bleiben.
Die ICE-Aktion erfolgte ohne größere öffentliche Ankündigung, was auf eine gezielte und diskrete Vorgehensweise hindeutet. Bislang haben sich weder die iranische Regierung noch die Familien der Festgenommenen offiziell zu dem Vorfall geäußert. Die Entwicklung wird international aufmerksam verfolgt, da sie das Potenzial hat, die ohnehin fragile Stabilität in der Region weiter zu beeinträchtigen.



