USA planen Portal gegen EU-Netzsperren: Eskalation im Streit um Meinungsfreiheit?
USA planen Portal gegen EU-Netzsperren: Eskalation?

USA planen Portal gegen EU-Netzsperren: Eskalation im Streit um Meinungsfreiheit?

In den USA wird Insidern zufolge ein Portal zur Umgehung von EU-Netzsperren vorbereitet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters plant Washington ein Online-Portal namens „freedom.gov“. Das Ziel ist ambitioniert: Bürgern in Europa und anderen Regionen soll ermöglicht werden, staatliche Netzsperren zu umgehen – selbst bei Inhalten, die dort als Hassrede oder Terrorpropaganda verboten sind!

Technische Details und Funktionsweise

Das Portal soll angeblich eine integrierte VPN-Funktion bieten. Nutzer könnten damit ihre Herkunft verschleiern und im Netz surfen, als säßen sie in den USA. Ihre Aktivitäten würden angeblich nicht gespeichert oder nachverfolgt, was den Datenschutz betont. Washington sieht das Projekt angeblich als Kampf gegen Zensur, doch Juristen haben bereits vor dem Vorhaben gewarnt.

Politische Hintergründe und internationale Spannungen

Denkbar ist, dass ein solches Portal die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen der Regierung von Präsident Donald Trump (79) und europäischen Partnern weiter belasten könnte. Hintergrund ist ein grundsätzlicher Konflikt: In den USA schützt die Verfassung nahezu jede Äußerung, während in Europa Gesetze strenger durchgreifen, etwa gegen Hassrede oder Terrorpropaganda.

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US-Vertreter werfen europäischen Staaten vor, insbesondere rechte Politiker zu unterdrücken. Zudem würden Regelwerke wie der Digital Services Act (DSA) der EU oder der britische Online Safety Act die Meinungsfreiheit einschränken. Fakt ist: Allein in Deutschland gab es 2024 482 Anordnungen zur Löschung terroristischer Inhalte. Internet-Plattformen, etwa soziale Medien, mussten daraufhin 16.771 Inhalte entfernen.

Reaktionen und aktuelle Entwicklungen

Das US-Außenministerium wies die Darstellung zurück, betonte aber gleichzeitig: „Digitale Freiheit ist eine Priorität für das Außenministerium. Dazu gehört auch die Verbreitung von Technologien zum Schutz der Privatsphäre und zur Umgehung von Zensur durch VPNs.“ Brisant: Unter „freedom.gov“ ist bereits eine Internet-Seite online – noch ohne Inhalte, aber mit klarer Botschaft: „Freedom is coming“ („Freiheit kommt“). Darunter auf Deutsch: „Information ist Macht. Beanspruche dein Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung. Macht euch bereit.“

Das Portal sollte vergangene Woche auf der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt werden, der Start sei jedoch verschoben worden. Über die Hintergründe der Bedenken wurde nichts bekannt, doch die Debatte um Meinungsfreiheit und staatliche Kontrolle im Internet wird damit weiter angeheizt.

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