USA und Iran vereinbaren zweiwöchige Feuerpause - Straße von Hormus wird geöffnet
USA und Iran einigen sich auf Feuerpause

Überraschende Einigung kurz vor Ultimatum

In einer überraschenden diplomatischen Wendung haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika und der Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Die Vereinbarung kam nur wenige Stunden vor Ablauf eines US-Ultimatums zustande, das Präsident Donald Trump der iranischen Führung gesetzt hatte. Die Waffenruhe markiert eine vorübergehende Deeskalation in dem seit dem 28. Februar andauernden bewaffneten Konflikt zwischen beiden Nationen.

Straße von Hormus als zentrale Bedingung

Im Gegenzug für die Feuerpause hat der Iran zugesagt, die strategisch äußerst wichtige Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr zu öffnen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte in einer offiziellen Stellungnahme, dass die Öffnung der Meerenge in Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen erfolgen werde. Die Straße von Hormus gilt als eine der weltweit bedeutendsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel.

US-Präsident Donald Trump hatte die Freigabe dieser Wasserstraße zuvor explizit zur Bedingung für eine Waffenruhe gemacht. Der amerikanische Präsident hatte mit Angriffen auf den iranischen Energiesektor sowie kritische Infrastruktur wie Brücken gedroht, falls Teheran dieser Forderung nicht nachkommen würde. Die ursprüngliche Frist lief bis 2.00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch.

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Internationale Reaktionen und Verhandlungsaussichten

Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung teilte mit, dass sich auch Israel an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten werde. Die USA und Israel hatten den Krieg gegen den Iran Ende Februar gemeinsam begonnen.

Die US-Nachrichtenseite Axios berichtete unter Berufung auf einen amerikanischen Beamten, dass die Waffenruhe in Kraft treten werde, sobald der Iran die Straße von Hormus tatsächlich öffnet. Demnach sollen US-Vertreter bereits an diesem Freitag mit iranischen Unterhändlern in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zusammenkommen, um weitere Verhandlungen zu führen.

Präsident Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, dass der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif ihn gebeten habe, von den zuletzt angedrohten Angriffen abzusehen. Der amerikanische Präsident verwies auf einen 10-Punkte-Vorschlag aus dem Iran, den er als praktikable Grundlage für Verhandlungen bezeichnete. Laut der New York Times beinhaltet dieser Vorschlag unter anderem die Aufhebung sämtlicher gegen den Iran verhängten internationalen Sanktionen.

Die zweiwöchige Feuerpause bietet nun ein kurzes Zeitfenster für diplomatische Gespräche, während gleichzeitig die kritische Schifffahrtsroute im Persischen Golf wieder für den internationalen Handel geöffnet wird. Beobachter bewerten die Entwicklung als ersten Schritt zur möglichen Deeskalation des Konflikts, betonen jedoch die Fragilität der vereinbarten Waffenruhe.

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