Bundeswehr-Soldat Jeremy Brehme: Mit 25 Jahren jüngster Bürgermeister-Kandidat in Ueckermünde
25-jähriger Bundeswehr-Soldat will Bürgermeister von Ueckermünde werden

Bundeswehr-Soldat Jeremy Brehme: Mit 25 Jahren jüngster Bürgermeister-Kandidat in Ueckermünde

Jeremy Brehme ist mit nur 25 Jahren der mit Abstand jüngste Bewerber im Rennen um das Amt des Bürgermeisters in Ueckermünde. Der Bundeswehr-Soldat, der derzeit in Husum stationiert ist, möchte die Verwaltung digitaler gestalten, um effizienter zu arbeiten, und setzt dabei auf einen menschenzentrierten Ansatz, der alle Generationen einbezieht.

Motivation und Vision für die Stadt

„Wenn ich die politische Landschaft beobachte, dann habe ich das Bedürfnis, etwas zu ändern“, erklärt Brehme seine Motivation. Er sieht das Bürgermeisteramt als neutrale Instanz, die für Harmonie in der Stadtvertretung sorgt und Beschlüsse umsetzt. „Konkret würde ich dort, wo Problemlagen bestehen, diese beheben. Diese Verantwortung will ich übernehmen“, betont er und fügt hinzu, dass er nicht einfach den Status quo akzeptieren, sondern aktiv mitgestalten möchte.

Hintergrund und beruflicher Werdegang

Geboren im Jahr 2000 in Stralsund, hat Brehme einen Realschulabschluss und begann eine Ausbildung als Steuerfachangestellter, die er jedoch nicht abschloss. Stattdessen entdeckte er sein Interesse an der IT und trat mit diesem Hintergrund in die Bundeswehr ein, wo er in diesem Bereich arbeitet. Wohnhaft ist er in der Nähe von Zinnowitz auf Usedom, doch Ueckermünde verbindet er mit zahlreichen Familienbesuchen am Strand und in der Stadt.

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Schwerpunkte: Digitalisierung und soziale Gerechtigkeit

Brehme positioniert sich als Fachmann für Digitalisierung, betont aber, dass er nicht mit der „Holzhammermethode“ vorgehen will. „Das Rathaus soll auch zukünftig offen für alle Bürger sein“, sagt er und erklärt, dass gut funktionierende Prozesse beibehalten werden sollten. Er ist sich bewusst, dass ältere Menschen einen persönlichen Ansprechpartner benötigen, und strebt eine schrittweise Verbesserung an, die für alle Generationen verständlich ist.

Sozialbauten priorisiert er gegenüber Luxusimmobilien, da diese seiner Meinung nach der Stadt mehr helfen. „Ich habe gesehen, dass es in der Stadt enorme Probleme gibt. Familien werden vernachlässigt. Die Stadtvertretung ist sich uneins“, stellt er klar und betont sein Engagement für Familien und alle Menschen.

Ziele: Stadtbelebung und demografischer Wandel

Brehme möchte Ueckermünde wiederbeleben, indem er mehr Veranstaltungen für Jugendliche schafft und gleichzeitig sicherstellt, dass ältere Menschen diese Angebote nutzen können. Er plant, eine Infrastruktur aufzubauen, die neue Einwohner anlockt und die Lebensqualität verbessert. „Alles für den Menschen. Damit wir in Zukunft ein Leben führen, das einfacher und lebenswerter wird“, so sein Credo.

Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, will er mehr Gewerbe in der Stadt ansiedeln und Social-Media-Kampagnen starten, um Menschen nach Ueckermünde zu holen. „Wir brauchen mehr Gewerbe in der Stadt, dass wir einen durchgehenden Fluss haben“, erklärt er und hebt hervor, dass er Arbeitsplätze schaffen möchte.

Umgang mit der Stadtvertretung

Auf die Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung angesprochen, sieht Brehme die „Brandmauer“ als Problem, glaubt aber, dass er als Bürgermeister Neutralität ausstrahlen und mit allen Parteien ins Gespräch kommen kann. „Ich höre mir sowohl die linke als auch die rechte Perspektive an. Vielleicht hilft auch meine Jugend, um die verkrusteten Strukturen zu besänftigen“, sagt er und betont, dass Streitigkeiten zur Demokratie gehören.

Antworten auf zentrale Fragen

In einem Interview mit dem Nordkurier beantwortete Brehme vier Schlüsselfragen zur Bürgermeisterwahl:

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  • Finanzen: Er setzt auf Priorisierung von Ausgaben, Transparenz und die Stärkung des sozialen Faktors, um mehr Einwohner und Gewerbe anzuziehen.
  • Baupläne: Eine Kur- oder Reha-Klinik befürwortet er mehr als ein Resorthotel, da sie ganzjährig Menschen in die Stadt bringt.
  • Innenstadtbelebung: Er schlägt Gespräche mit Immobilienbesitzern, Leerstandkataster und Social-Media-Kampagnen vor.
  • Jugendbeteiligung: Der Wiederaufbau des Kinder- und Jugendbeirats wäre eines seiner ersten Projekte, um junge Ideen in die Politik einzubringen.

Jeremy Brehme bringt mit seiner Jugend, seinem IT-Hintergrund und seinem Engagement für soziale Gerechtigkeit frische Impulse in die Bürgermeisterwahl von Ueckermünde. Seine Vision einer digitaleren, familienfreundlicheren und lebendigeren Stadt könnte die politische Landschaft nachhaltig verändern.