Farvah Hajabi, die Witwe des Rappers Xatar, hat in einem TV-Talk über den Tod ihres Mannes gesprochen und beschrieben, wie präsent er noch immer in ihrem Leben ist. „Ich habe in diesem Moment alles verloren, was ich selber bin. Das ist ein Schlag ins Gesicht. Man wird zu Pulver“, sagte die 35-Jährige in der NDR-Sendung „deep und deutlich“ über den Augenblick, als sie vom Tod ihres Mannes erfuhr.
Der Tod von Xatar
Giwar Hajabis, wie der Rapper kurdischer Herkunft bürgerlich hieß, erlitt im Mai 2025 im Alter von 43 Jahren einen Herzstillstand. „Wenn es abends an der Tür klingelt, dann weiß man, dass es die Endstufe ist“, so Farvah Hajabi. Noch immer hat sie den Verlust offenbar nicht voll verarbeitet: „Ich glaube, wenn das so überraschend und unerwartet ist, dann wartet man jede Sekunde, teilweise bis heute, darauf, dass man doch endlich wach wird.“
Der Doku-Dreiteiler über Xatar
Der NDR war an der Produktion eines Doku-Dreiteilers über Xatar beteiligt, der gerade in der ARD-Mediathek zum Abruf bereitgestellt wurde. Darin wird das Bild von einem widersprüchlichen Menschen gezeichnet: von einem Straßenkid mit Hochschulreife, von einem Gangsterrapper mit Hochkulturaffinität. Nach einem Goldraub saß er fünf Jahre lang im Gefängnis. Es war in der Phase der Dreharbeiten, als er an Herzversagen starb.
Farvah Hajabi über den Feingeist hinter der Gangsterfassade
Im Talk erzählt Farvah Hajabi auch vom Feingeist hinter der Gangsterfassade – allerdings ohne Dinge zu beschönigen. Mehrmals macht sie darauf aufmerksam, wie sehr die teilweise kriminelle Karriere ihres Mannes sie beunruhigte. Zu Hause aber war er demnach ein anderer. Der Giwar, den sie kannte, „hatte nichts mit Kriminalität und schwerer Körperverletzung zu tun.“ Er hätte eine, wie sie es formuliert, „unfassbare Aura“ gehabt. Allerdings sei ihr immer klar gewesen, wie riskant sein Leben gewesen sei. Sie erinnert sich so: „Es war schwer. Weil ich das Ende gesehen hab.“
Ein Jahr nach dem Tod: Die Wohnung ist unverändert
Auch ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes scheint Farvah Hajabi noch nicht in einem neuen Leben angekommen. Sie sagt: „Alles, was Giwar so hinterlassen hat bei uns zu Hause, alles steht noch genauso da. Also nichts, nicht mal ein Salzstreuer, den er irgendwo hingestellt hat, wurde bewegt.“



