Xi warnt Trump: Taiwan-Konflikt könnte Beziehungen gefährden
Xi warnt Trump vor gefährlicher Taiwan-Politik

Xi warnt Trump vor Eskalation im Taiwan-Konflikt

Chinas Staatschef Xi Jinping hat den Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking genutzt, um eindringlich vor einer Eskalation im Taiwan-Konflikt zu warnen. Beide Seiten bemühten sich zwar um ein stabileres Verhältnis der größten Volkswirtschaften der Welt. Doch Xi machte laut staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua deutlich: Eine schlechte Handhabung der Taiwan-Frage könnte zu Spannungen oder sogar Konflikten zwischen beiden Ländern führen. Dies könne die Beziehungen in eine „äußerst gefährliche Lage“ bringen.

Taiwan-Konflikt im Fokus

China beansprucht den Inselstaat Taiwan für sich, der jedoch seit Jahrzehnten unabhängig und demokratisch regiert wird. International besteht die Sorge, dass die Volksrepublik eine Annexion versuchen könnte. Die USA spielen eine wichtige Rolle, da sie Taiwan trotz chinesischer Proteste mit Waffen beliefern. Während Xis Warnung öffentlich wurde, blieb unklar, ob Trump darauf reagierte. Eine Mitteilung des Weißen Hauses zum Besuch enthielt keinen Hinweis auf Taiwan.

Taiwan wies die Warnung zurück: „Chinas militärische Drohungen sind die einzige Quelle der Instabilität in der Taiwanstraße und im Indopazifik“, erklärte Regierungssprecherin Michelle Lee. Taiwan stehe in engem Kontakt mit den USA, die ihre Unterstützung wiederholt bekräftigt hätten.

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Freundliche Töne zum Auftakt

Der zweite Staatsbesuch Trumps in China begann mit warmen Worten und beeindruckender Kulisse. Xi empfing Trump mit militärischen Ehren in der Großen Halle des Volkes. Beide schüttelten sich lange die Hände, Trump applaudierte Kindern, die mit US-Flaggen und Blumen jubelten. Er lobte Xi als „großartige Führungspersönlichkeit“ und betonte: „Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein.“

Xi bezeichnete die Beziehungen als „die wichtigste bilaterale Beziehung der Welt“ und lud Trump zu einem Gegenbesuch im Weißen Haus am 24. September ein. Beide Seiten betonten die Bedeutung von Partnerschaft statt Gegnerschaft.

Handelskonflikt und Iran-Krieg

Die beiden größten Volkswirtschaften befinden sich in einem erbitterten Handelskonflikt. Xi zeigte sich überzeugt, dass die gemeinsamen Interessen größer seien als die Differenzen. Trump hatte im Vorjahr einen Zollstreit ausgelöst, der zwischenzeitlich durch eine Zollpause entschärft wurde. Eine große Wirtschaftsdelegation begleitete Trump, darunter Elon Musk, Tim Cook und Nvidia-Chef Jensen Huang, der den Gipfel als „einen der bedeutendsten der Menschheitsgeschichte“ bezeichnete.

Auch der Iran-Krieg war Thema. Die USA erhoffen sich chinesische Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus. Laut Weißem Haus waren sich beide Seiten einig, dass die Meerenge für den Energietransport offen bleiben müsse. Xi lehne eine Militarisierung und Durchfahrtsgebühren ab, zeigte aber Interesse an mehr amerikanischem Öl.

Trump wird am Freitag erneut mit Xi zusammentreffen, bevor er in die USA zurückreist.

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