80 Rotarmisten in Potsdam beigesetzt – Russlands Botschafter dabei
80 Rotarmisten in Potsdam beigesetzt

81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die sterblichen Überreste von 80 gefallenen Soldaten der Roten Armee auf der sowjetischen Kriegsgräberstätte in Potsdam beigesetzt. Zu der feierlichen Zeremonie reiste auch der russische Botschafter Sergej Netschajew an.

Geborgene Überreste aus Brandenburg

Die Überreste der toten Rotarmisten wurden in den vergangenen Jahren in verschiedenen Regionen Brandenburgs entdeckt und geborgen, wie der Volksbund mitteilte. Bei einem stillen Gedenken wurden die Särge, geschmückt mit roten Nelken, in die Erde hinabgelassen. Die Beisetzung fand am Donnerstag statt, einen Tag vor dem 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Kriegsendes 1945.

Mahnung zum Frieden

Oliver Breithaupt, Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Brandenburg, betonte in einer Mitteilung: „In einer Zeit, in der Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt ist, erinnern diese Gräber daran, wie kostbar Frieden ist. Unser Auftrag bleibt: allen Opfern des Krieges ein würdiges Grab zu geben – unabhängig von ihrer Herkunft. Menschlichkeit darf nie in den Schatten aktueller Konflikte geraten.“

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Völkerrechtliche Grundlage

Der Volksbund handelt bei diesen Umbettungen auf Grundlage fortdauernder völkerrechtlicher Vereinbarungen zwischen Deutschland und der Russischen Föderation über die Kriegsgräberfürsorge. Die Zusammenarbeit besteht ungeachtet der aktuellen politischen Spannungen fort.

Die stille Zeremonie mit roten Nelken und 80 gefallenen Soldaten in Potsdam erinnert eindringlich an die Schrecken des Krieges und die Notwendigkeit des Friedens.

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