Amtsantritt in Teterow: Robert Straßburg startet am 13. Juli
Am Himmelfahrtstag hat Teterows künftiger Bürgermeister Robert Straßburg (SPD) beim Dorffest in Teschow schon einmal kräftig mit angepackt, um ein Auto aus dem Dreck zu schieben. Nun steht fest, wann der neue Rathaus-Chef auch in der Stadtpolitik das Ruder übernehmen wird. Am Montag, dem 13. Juli, ist Amtsübergabe, teilte Noch-Bürgermeister Andreas Lange (parteilos) am Mittwoch nach einer Verständigung mit Bürgervorsteher Christian Wolter (AfD) mit.
Verspäteter Amtsantritt: Schuljahr zu Ende bringen
Straßburg übernimmt die Amtsgeschäfte damit sechs Wochen später als ursprünglich geplant. Er hätte eigentlich am 1. Juni beginnen sollen. Doch kurz nach seinem Wahlsieg im März hatte der Gymnasiallehrer verkündet, er wolle mit seinen Schülern noch das Schuljahr zu Ende bringen. Der Tag der Amtsübergabe ist nun der erste Tag der Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern.
Straßburgs Wunsch war nicht überall gut angekommen. Die Kommunalaufsicht des Landkreises Rostock bestätigte jedoch, dass sein verspäteter Amtsantritt rechtens ist. Straßburg ist verbeamteter Lehrer und kann seine Entlassung aus dem Schuldienst solange hinausschieben, bis er die Amtsgeschäfte ordnungsgemäß erledigt hat, heißt es im Landesbeamtengesetz. Ein Zeitraum von drei Monaten darf dabei nicht überschritten werden. Als Lehrer habe er ohnehin das Recht, das jeweilige Schulhalbjahr noch zu beenden.
Regelungen für den scheidenden Bürgermeister
Auch für den scheidenden Bürgermeister Andreas Lange gelten genaue Vorschriften. Die Kommunalverfassung schreibt vor, dass er als hauptamtlicher Bürgermeister nach Ablauf der in der Hauptsatzung festgelegten Zeit bis zum Amtsantritt des Nachfolgers im Amt bleibt – längstens jedoch sechs Monate. Straßburg, der als Lehrer in Stavenhagen tätig ist, hatte seinen Wunsch nach einem verspäteten Amtsantritt mit der Verantwortung gegenüber seinen Schülern begründet.



