Trient (Italien) – Was als entspannte Wanderung im Valle dei Laghi begann, endete für eine Gruppe Ausflügler aus dem italienischen Rossano Veneto mit einem echten Gänsehaut-Moment: Denn plötzlich tauchte ein Braunbär auf. Der hatte aber offenbar nur eines im Sinn: Abkühlung!
Daniela Sartore aus der Wandergruppe filmte die Begegnung am Lago Santo. Der See liegt oberhalb von Trient (Italien) und ist der größere der beiden Lamar-Seen. Ihr Video zeigt, wie das mächtige Tier seelenruhig durchs Wasser schwimmt. Kein Angriff, stattdessen pure Gelassenheit. Stimmen verraten aber dennoch Respekt: „Hoffen wir, dass er nicht hierherkommt.“ Ein Begleiter lieferte die wohl treffendste Erklärung: „Ihm ist wohl heiß.“
Die Region um die Seen im Südwesten des Trentino ist ein beliebtes Wandergebiet. Tatsächlich zog der Bär ruhig seine Bahnen durch den kühlen Alpensee, offenbar völlig unbeeindruckt von den staunenden Zweibeinern am Ufer. Die Wandergruppe blieb aber trotzdem auf Abstand, um danach schadlos ihre Tour ganz normal, aber um ein echtes Erlebnis reicher, fortsetzen zu können. Denn klar ist: Die Region ist kein gewöhnliches Wandergebiet. Die Zone rund um die Lamar-Seen ist offiziell als „Area Orso“, also Bärengebiet, ausgewiesen.
Gebiet ist eine „Bären-Zone“
Gegenüber BILD bestätigt eine Sprecherin des Tourismusbüros von Valle dei Laghi: „Ja, es gibt hier Bären. Dass die Wandergruppe am vergangenen Sonntag auf ein Tier gestoßen ist, ist also durchaus möglich.“ Valle dei Laghi ist eine Region im Norden Italiens, eingebettet zwischen den imposanten Gipfeln der Dolomiten und den Ufern des Gardasees. Die Region ist bekannt für ihre zahlreichen Seen, die ihr den Namen geben: Valle dei Laghi (dt.: Tal der Seen).
Warnschilder entlang der Wege weisen zudem ausdrücklich darauf hin, dass dort jederzeit mit den großen Raubtieren zu rechnen ist. Und Besucher werden angehalten, Sichtungen über den Notruf 112 zu melden. Aber auch, sich vorab über die Verhaltensregeln zu informieren, wenn es doch einmal zum ungewollten Kontakt mit Meister Petz kommen sollte. Damit die Menschen, aber auch die Bären gemeinsam die Natur genießen können – ohne schlimme Zwischenfälle.



