Iran droht mit „vernichtender“ Vergeltung bei neuen US-Angriffen
Iran droht mit „vernichtender“ Vergeltung bei neuen US-Angriffen

Die Waffenruhe im Krieg zwischen den USA und Israel gegen Iran hält noch, doch US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, die Kampfhandlungen möglicherweise bald wieder aufzunehmen. Teheran reagiert nun mit scharfen Drohungen. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warnte bei einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir in Teheran: „Sollte Trump erneut eine Dummheit begehen und einen neuen Krieg beginnen, wird der Gegenangriff der iranischen Streitkräfte für die USA noch vernichtender sein.“

Gleichzeitig laufen diplomatische Bemühungen um eine friedliche Lösung. Munir, der als Vermittler zwischen den Kriegsparteien gilt, traf sich mit Ghalibaf und soll auch Präsident Masoud Pezeshkian und Außenminister Abbas Araghchi treffen. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es, Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran zu besprechen. Optimismus, dass eine Vorvereinbarung greifbar sei, wurde verbreitet. Allerdings dämpfte das iranische Außenministerium die Erwartungen: Sprecher Esmaeil Baqaei bezeichnete die Reise als Fortsetzung eines laufenden diplomatischen Prozesses, nicht als Hinweis auf eine bevorstehende Einigung.

Zentrale Streitpunkte sind die Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm. Trump hat wiederholt bekräftigt, Iran dürfe niemals Atomwaffen besitzen. Teheran beteuert, Uran nur zu zivilen Zwecken anzureichern. Außenminister Araghchi betonte, sein Land fühle sich der Diplomatie verpflichtet, trotz des „wiederholten Verrats an der Diplomatie“ durch die USA. Die Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung gestalten sich schwierig; Streitpunkte wie das Atomprogramm sollen erst nach Kriegsende verhandelt werden.

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US-Außenminister Marco Rubio sagte am Rande eines NATO-Treffens in Schweden, es gebe zwar „Fortschritte“, aber noch keine Einigung. „Wir haben es mit einer sehr schwierigen Gruppe von Leuten zu tun. Und für den Fall, dass sich nichts ändert, hat der Präsident klargestellt, dass er andere Optionen hat.“ Medienberichten zufolge erwägt Trump neue Angriffe auf Iran. Der US-Sender CBS und das Nachrichtenportal „Axios“ berichteten unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, die USA bereiteten sich auf eine mögliche Wiederaufnahme der Militärangriffe vor. Trump habe eine Sitzung mit seinen Sicherheitsberatern abgehalten und sei zunehmend frustriert über die Verhandlungen.

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