Reggaeton-Superstar Bad Bunny hat auf seiner Welttournee in Nordrhein-Westfalen Halt gemacht. In der ausverkauften Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf begeisterte der 32-jährige Puerto-Ricaner am Samstagabend rund 50.000 Fans mit einer zweieinhalbstündigen Show aus Reggaeton, Latin Trap und Pop. Bei sommerlichen Temperaturen sorgte der Künstler für ausgelassene Stimmung und bedankte sich mehrfach auf Spanisch für die Unterstützung.
Bad Bunny: Weltstar mit Millionen Hörern
Mit mehr als 100 Millionen monatlichen Hörern auf Spotify gehört Bad Bunny zu den bekanntesten Musikern der Welt. Seit November tourt er mit seinem aktuellen Album „DeBÍ TiRAR MáS FOToS“ (deutsch: Ich hätte mehr Fotos machen sollen). Der bürgerlich Benito Antonio Martínez Ocasio heißende Künstler begeistert sein Publikum nicht nur mit Musik, sondern auch mit einer aufwendigen Bühnenshow. Pyrotechnik, Lasereffekte und eine Lichtshow gehörten zu den visuellen Höhepunkten des Abends.
Bereits Stunden vor dem Einlass versammelten sich Fans vor der Arena, wie der Veranstalter mitteilte. Während des Konzerts feuerte das Publikum den Künstler immer wieder mit dem Rufen seines Vornamens an. Bad Bunny dankte für die „ausgelassene Stimmung“ und zeigte sich sichtlich bewegt von der Resonanz.
Die „Casita“ und Twerking-Einlagen
Ein besonderes Element der Show war die sogenannte „Casita“ – eine kleinere Bühne in Form eines rosa Häuschens. Dort durften ausgewählte Fans gemeinsam mit Bad Bunny tanzen und wurden Teil der Inszenierung. Später wechselte der Künstler auf das Dach der „Casita“ und zeigte dort seine berühmten Twerking-Einlagen, bei denen er die Hüfte rhythmisch nach vorn schiebt – eine sexuell provokante Tanzbewegung.
Ein fester Bestandteil der Tour ist zudem die Auswahl eines Fans für den Song „VOY A LLeVARTE PA PR“ (deutsch: Ich werde dich nach Puerto Rico mitnehmen). Bad Bunny wählt bei jeder Show eine Person aus dem Publikum aus, die die Eröffnungszeile mit einem Ausruf zu Ehren seiner Heimat Puerto Rico ins Mikrofon ruft. Die karibische Insel ist ein Außengebiet der USA.
Politische Botschaften und Zusatzshow
In seiner Musik thematisiert Bad Bunny immer wieder kulturelle Identität, Kolonialismus und Gentrifizierung. Auch auf der Bühne bezieht er klar Stellung. So ließ er aus Protest gegen die radikale Abschiebepolitik der US-Regierung unter Donald Trump die USA auf seiner Welttournee als Stopp aus, aus Sorge vor Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde ICE auf seinen Konzerten.
In Düsseldorf war ursprünglich nur ein Konzert geplant gewesen. Wegen der hohen Nachfrage wurde eine Zusatzshow für Sonntag angesetzt. Bad Bunny bedankte sich bei den Fans mit den Worten: „Muchas gracias, Düsseldorf!“ und versprach, weiterhin für unvergessliche Momente zu sorgen.



