Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hat die Auswechslung von Leroy Sané (30) beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste bei der WM 2026 in Dallas verteidigt. Im ZDF-Interview nach dem Spiel betonte er: „Ich habe ihn nicht wegen der Leistung ausgewechselt. Sondern einfach um mit Jamie (Leweling) nochmal Frische, eine gewisse Dynamik und eine gute Körperlichkeit zu bringen. Das war für uns der Punkt. Aber nicht die Leistung von Leroy.“
Nagelsmann lobt Sanés Defensivarbeit
Der Bundestrainer stellte klar, dass Sané defensiv hervorragend gearbeitet habe: „Er war super fleißig in der Defensive. In der ersten Halbzeit hat er sechs, sieben Bälle abgelaufen, hat Josh (Joshua Kimmich) gut unterstützt. Die Dinge, die er kann, wissen wir alle. Wichtig ist, dass er die Dinge, die ihm vielleicht in der Vergangenheit manchmal abgesprochen worden sind, immer bringt. Das hat er heute super gemacht.“
Offensive blieb gegen starke Ivorer harmlos
Gegen die starke Defensive der Elfenbeinküste fehlte es auch Sané an Durchschlagskraft. Nagelsmann räumte ein: „Er ist viel ins Eins-gegen-eins gegangen. Er hat jetzt keinen Torschuss gehabt oder keine Torschuss-Vorlage. Aber das hatten andere Spieler auf dem Feld auch.“ Die Offensive um Sané, Florian Wirtz und Jamal Musiala fand kaum Lücken.
Wechsel bringen den Sieg
Nagelsmann wechselte nach 60 Minuten dreifach: Deniz Undav, Nadiem Amiri und Jamie Leweling kamen für Sané, Musiala und Aleksandar Pavlovic. Undav wurde zum Matchwinner, Amiri bereitete das entscheidende Tor vor. Der Sieg war der zweite WM-Erfolg für Deutschland.
Sané zuvor in der Kritik
Sané war nach dem 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao kritisiert worden. Einige Fans forderten sogar eine Änderung der Startelf. Nagelsmann hielt jedoch an ihm fest und lobte seine Einstellung. Der Bundestrainer betonte, dass die Auswechslung rein taktischer Natur war, um frische Kräfte zu bringen.



