Union attackiert designierten Linken-Chef nach Faschismus-Vergleich
Union attackiert Linken-Chef nach Faschismus-Vergleich

Nach den heftigen Faschismus-Vorwürfen des designierten Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano gegen die Union schlagen führende CDU- und CSU-Politiker zurück. Sie werfen Pantisano „ideologische Verblendung“ vor und fordern Konsequenzen. Pantisano hatte die Union in einem Interview mit BILD in eine Linie mit Faschisten gestellt.

Linnemann: Antisemitismus in der Mitte der Linken

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48) sagte zu BILD: „Spätestens jetzt muss jedem klar sein, wie gefährlich diese Partei für unser Land und für unsere Demokratie ist. Der Antisemitismus ist bei den Linken keine Randerscheinung, sondern in der Mitte der Partei angekommen.“ Wer Christdemokraten mit Faschisten gleichsetze, disqualifiziere sich für jede politische Verantwortung, so Linnemann weiter.

Holetschek: „Gefährlicher Irrsinn“

Auch Klaus Holetschek (61), Fraktionschef der CSU in Bayern, äußerte sich scharf: „Was Pantisano da sagt, ist gefährlicher Irrsinn und absolute ideologische Verblendung! Die CDU mit Faschisten gleichzusetzen ist eine bodenlose Frechheit gegenüber Millionen demokratischer Wähler – und ein Schlag ins Gesicht all jener, die echten Faschismus erlebt und erlitten haben.“ Holetschek forderte Pantisano auf, sich lieber um die explodierenden Straftaten aus dem linken Lager zu kümmern.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Pantisano rudert zurück

Pantisano hatte am Freitag gesagt: „Letztlich gibt es gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst.“ Am Samstag relativierte er seine Aussage gegenüber der Deutschen Presseagentur und sprach von einer „verkürzten“ Ausdrucksweise. Gleichzeitig warf er der Union vor, „immer ungehemmter menschenfeindliche Ressentiments“ zu bedienen.

CDU-Politiker: Linke Brandstifter meiden

Ungeachtet des Unvereinbarkeitsbeschlusses hatten zuvor einige Unionspolitiker mit Blick auf die ostdeutschen Landtagswahlen einen pragmatischeren Umgang mit der Linken befürwortet. Johannes Volkmann (29, CDU) sagte nun zu BILD: „Angesichts der antisemitischen Ausfälle auf diesem Parteitag sind alle Demokraten gut beraten, diese Brandstifter links zu lassen.“

Linken-Politikerin distanziert sich

Pantisanos Aussage sorgte sogar innerhalb der Linken für Kritik. Eva von Angern (49), Spitzenkandidatin der Linken in Sachsen-Anhalt, erklärte zu BILD: „Ich trenne ganz klar zwischen AfD und CDU. Und meine Lebensrealität ist, dass die CDU tatsächlich eine demokratische Partei ist. Das heißt nicht, dass ich nicht politisch kritisiere, was an der einen oder anderen Stelle passiert. Aber für mich ist die CDU keine faschistische Partei.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration