Das Armida Quartett hat ein neues Album veröffentlicht und sorgt damit für Aufsehen in der klassischen Musikszene. Die vier Musiker betonen, dass Groove ein wesentlicher Bestandteil ihrer Interpretation ist. „Es braucht unbedingt einen Groove“, sagt Martin Funda, der erste Geiger des Ensembles, im Interview mit der Berliner Morgenpost. Das Album, das unter dem Titel „Groove“ erscheint, enthält Werke von Komponisten wie Beethoven, Schumann und Bartók, die mit einem neuen rhythmischen Ansatz interpretiert werden.
Der Groove als verbindendes Element
Das Armida Quartett, das 2006 in Frankfurt am Main gegründet wurde, hat sich einen Namen für seine lebendigen und dynamischen Interpretationen gemacht. „Wir wollen die Musik nicht nur spielen, sondern sie zum Tanzen bringen“, erklärt Funda. Der Groove sei dabei nicht nur eine Frage des Rhythmus, sondern auch der Artikulation und der Dynamik. „Es geht darum, eine bestimmte Energie zu erzeugen, die den Zuhörer mitreißt“, ergänzt die Bratschistin Teresa Schwamm. Das Ensemble hat in den letzten Jahren mehrere Preise gewonnen, darunter den renommierten ARD-Musikwettbewerb.
Die Herausforderung der Interpretation
Die Aufnahme des Albums war für das Quartett eine besondere Herausforderung. „Wir haben viel Zeit damit verbracht, den perfekten Groove für jedes Stück zu finden“, sagt der zweite Geiger Sebastian Schmidt. Dabei sei es wichtig, die Balance zwischen Tradition und Innovation zu wahren. „Man darf die Werke nicht verfremden, aber man kann ihnen neue Facetten abgewinnen“, so Schmidt. Das Album enthält insgesamt acht Stücke, die alle eine starke rhythmische Komponente haben. „Beethovens Streichquartett op. 59 Nr. 3 zum Beispiel hat einen unglaublichen Drive, den wir hervorheben wollten“, erklärt Funda.
Reaktionen aus der Fachwelt
Die Fachwelt reagiert positiv auf das neue Album. „Das Armida Quartett beweist einmal mehr, dass klassische Musik alles andere als verstaubt ist“, schreibt die Musikzeitschrift „Fono Forum“. Auch der Cellist des Ensembles, Jakob von der Lippe, zeigt sich zufrieden: „Wir haben das Gefühl, dass wir mit diesem Album einen Nerv getroffen haben. Die Leute wollen diese Energie spüren.“ Das Quartett plant bereits weitere Projekte, darunter eine Tournee durch Deutschland und Europa. „Wir wollen den Groove auf die Bühne bringen und das Publikum mitreißen“, so Funda abschließend.



