IOC zahlt jedem Olympia-Teilnehmer künftig 10.000 Dollar Zuschuss
IOC zahlt jedem Olympia-Teilnehmer 10.000 Dollar

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat auf seiner Generalversammlung in Lausanne beschlossen, jedem Olympia-Teilnehmer künftig einen Zuschuss von 10.000 Dollar (rund 8.800 Euro) zu zahlen. Dafür stellt das IOC alle vier Jahre einen Fonds im Umfang von 140 Millionen Dollar (etwa 123 Millionen Euro) bereit. Bereits die Sportlerinnen und Sportler, die bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo im Februar 2026 an den Start gehen, können diese Sonderprämie beantragen.

Hintergrund der Entscheidung

Seit Jahren fordern Olympioniken mehr finanzielle Unterstützung vom IOC. In der Dauerdebatte um die Entlohnung olympischer Athleten hat sich die Dachorganisation nun zu diesem Schritt entschlossen. Nach Angaben des IOC sind nach jeweils einer Ausgabe von Sommer- und Winterspielen rund 14.000 Athleten berechtigt, den Zuschuss zu erhalten. „Nicht nur Medaillengewinner, nicht nur Sportler aus bestimmten Ländern“, betonte Pau Gasol, der Vorsitzende der IOC-Athletenkommission. „Das ist ein Sieg für jeden von uns und wird unsere Bewegung weiter stärken“, sagte der spanische Ex-Basketballer.

Bisherige Haltung des IOC

In den vergangenen Jahren hatte sich das IOC immer wieder dagegen ausgesprochen, Preisgelder bei Olympia auszuloben. Zuletzt hatten die umstrittenen „Enhanced Games“, bei denen Teilnehmern auch der Einsatz von Doping erlaubt ist, die Diskussion um die Vergütung von Athleten mit ihrer ersten Auflage in Las Vegas neu befeuert. Starter wie der deutsche Schwimmer Marius Kusch konnten dort einen Siegerbonus von 250.000 Euro abräumen. IOC-Chefin Kirsty Coventry hatte danach erneut bekräftigt: „Ich glaube nicht daran, Athleten bei Olympia zu bezahlen.“ Nun fand der Ringe-Zirkel einen Kompromiss und schüttet Millionen an alle Olympia-Teilnehmer aus, auch wenn sie weit entfernt von den Medaillenrängen ins Ziel kommen.

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Details zur Auszahlung

Sollten Athleten auf den Zuschuss verzichten, verbleibe dieser im Topf und komme zukünftigen Sportler-Generationen zugute, hieß es. Das Geld wird über die Nationalen Olympischen Komitees ausgezahlt und darf nicht von anderen Prämien abgezogen werden. Im Falle von Dopingvergehen oder anderen schwerwiegenden Regelverstößen erlischt der Anspruch auf den Zuschuss.

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