Es dürfte ein Novum in der jüngeren Ratsgeschichte im Saalekreis sein. Der Stadtrat von Braunsbedra wollte am Mittwoch zwei Mal tagen, doch beide Sitzungen fielen ins Wasser, weil zu wenig Räte da waren. Die AfD fehlte ganz. Das hat Folgen für Eltern mit Kitakindern und die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt.
Um 18.31 Uhr blieb Thomas Mai, zweiter stellvertretender Ratsvorsitzender von Braunsbedra, nur noch der entschuldigende Dank an die Bürger, die wiedergekommen waren, um am Mittwochabend zumindest noch eine Ratssitzung zu erleben. Vergebens. „Sie ist leider zur Farce geworden“, resümierte Mai.
Doppelter Sitzungsausfall in Braunsbedra
Der Stadtrat von Braunsbedra erlebte am Mittwoch ein beispielloses Ereignis: Gleich zwei geplante Sitzungen mussten abgesagt werden, da die erforderliche Anzahl von Stadträten nicht erreicht wurde. Besonders auffällig war, dass die AfD-Fraktion komplett fehlte. Dies hatte unmittelbare Konsequenzen für wichtige Entscheidungen, etwa zu Kitabeiträgen und zur Ansiedlung eines Baumarktes.
Folgen für Familien und Wirtschaft
Die ausgefallenen Sitzungen betreffen direkt die Bürger von Braunsbedra. So sollten unter anderem die Beiträge für Kindertagesstätten neu geregelt werden. Auch die geplante Ansiedlung eines Baumarktes, der die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt verbessern sollte, steht nun in der Schwebe. Eltern und Unternehmer müssen sich nun gedulden, bis eine neue Sitzung einberufen wird.
Vizevorsitzender Thomas Mai und Bürgermeister Steffen Schmitz (beide CDU) konnten die Sitzungen am Mittwoch nur eröffnen und wieder schließen. Mai zeigte sich enttäuscht über das mangelnde Engagement einiger Ratsmitglieder. Die nächste Sitzung ist noch nicht terminiert.



