Rund 700 Menschen haben am heutigen Samstag in Dessau am Christopher Street Day (CSD) teilgenommen und für Vielfalt, Sichtbarkeit und die Rechte queerer Menschen demonstriert. Bei bestem Wetter zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt. Die Polizei sprach von einem insgesamt ruhigen Verlauf. „Die Veranstaltung blieb weitgehend störungsfrei und war friedlich“, erklärte Marcus Benedix, Leiter des Polizeireviers Dessau-Roßlau.
Auftakt mit politischen Reden
Der CSD begann um 12 Uhr auf dem Dessauer Marktplatz mit politischen Reden von Vertretern der Landes- und Regionalpolitik. Bereits ab 11.30 Uhr hatte eine Zubringerdemonstration vom Hauptbahnhof begonnen, um auch Teilnehmenden aus umliegenden Städten wie eine pünktliche Anreise zu ermöglichen. Kurz nach 13 Uhr setzte sich der Demonstrationszug schließlich in Bewegung.
Die Route
Die rund 5,5 Kilometer lange Strecke führte vom Markt über die Askanische Straße und Willy-Lohmann-Straße bis zum Theater, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Im weiteren Verlauf ging es am Bahnhof vorbei sowie über die Wolfgang-, Kurt-Weill- und Wörlitzer Straße, bevor der Zug über die Kavalierstraße am Bauhausmuseum zurück zum Marktplatz führte. Dort klingt die Veranstaltung mit einem Bühnenprogramm bis zum Abend hin aus.
Ein Zwischenfall
Trotz des insgesamt friedlichen Verlaufs registrierte die Polizei einen Vorfall: Eine Person zeigte einen Hitlergruß. Gegen diese wurde ein Platzverweis ausgesprochen und ein Strafverfahren eingeleitet. Insgesamt zog die Polizei jedoch eine positive Bilanz des Tages. Im Vergleich zum Vorjahr, als rund 600 Teilnehmer gezählt wurden, ist die Beteiligung in diesem Jahr gestiegen. Die Stimmung war ausgelassen und die Teilnehmer feierten friedlich für Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft.



