Berlin – Die Eisheiligen lassen in diesem Jahr nicht lange auf sich warten. Während das Wetterphänomen normalerweise zwischen dem 11. und 15. Mai für einen späten Kälteeinbruch sorgt, rücken die namensgebenden Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie in diesem Jahr eine ganze Woche früher an. Das bedeutet: T-Shirts können vorerst im Schrank bleiben, Pullover und Jacken werden noch einmal benötigt.
Temperaturen stürzen ab
Klimatologe Dr. Karsten Brandt erklärte gegenüber BILD: „Die Eisheiligen lassen schon grüßen. Ab Dienstag, den 5. Mai, wird es schockierend kalt mit Temperaturen zwischen nur noch sechs und acht Grad in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.“ In den mittleren Landesteilen kommt es zu Regen und vereinzelt zu Gewittern. Die Temperaturen fallen landesweit deutlich, der Frühsommer ist vorerst vorbei.
Am Höhepunkt der Eisheiligen, voraussichtlich um den 13. Mai, bleibt Deutschland kühl. Die Wetterkarte zeigt für diesen Tag vielerorts einstellige Höchstwerte. Besonders kalt wird es am Mittwochmorgen: „Im Norden Temperaturen nur noch zwischen zwei und vier Grad, im Süden zwischen sechs und maximal acht Grad, örtlich Bodenfrost“, so der Wetterexperte. Tagsüber werden je nach Region zwischen 7 und 13 Grad erreicht.
So geht es weiter
Die kalte Luft strömt weiter nach Deutschland und sorgt für feuchtes Wetter. Diplom-Meteorologe Dominik Jung sagte zu BILD: „Die Schauer- und Gewitterneigung nimmt spürbar zu – zunächst im Westen, dann zur Wochenmitte landesweit.“ Die Eisheiligen, eine der bekanntesten Bauernregeln, können sich somit richtig in Deutschland einrichten.
An diesem Wetter ändert sich auch in den folgenden Tagen nichts. Dr. Brandt prognostiziert: „Uns erwartet eine kühle und nasse Woche.“ Erst zum kalendarisch vorgesehenen Abschied der Eisheiligen, also Mitte Mai, soll es wieder aufwärts gehen. „Ab Mitte des Monats geht es wieder aufwärts“, verspricht der Klimatologe. Bis dahin heißt es: warm anziehen und Regenschirm bereithalten.



