Historische Hill-Orgel in Prenzlau feierlich eingeweiht
Hill-Orgel in Prenzlau eingeweiht

Ein Traum wird Wirklichkeit: Historische Hill-Orgel erklingt in Prenzlau

Die originalgetreu restaurierte Hill-Orgel wurde feierlich in der Prenzlauer Marienkirche eingeweiht. Kreiskantor Hannes Ludwig hatte dafür einen langen Atem bewiesen. Zwei Tage vor dem Festgottesdienst an Christi Himmelfahrt gestand er: „Ganz ehrlich – ich bin total nervös! Ein wenig wie zwei Tage vor meiner eigenen Hochzeit…“

19 Jahre voller Beharrlichkeit

Bereits 2007, als Ludwig seine Stelle als Kreiskantor antrat, äußerte er den Wunsch, die Marienkirche wieder an einer Orgel spielen zu dürfen, die diesem Bau würdig sei. Damals stieß die Idee nicht auf offene Ohren, doch Ludwig ließ nicht locker. Seine Beharrlichkeit, sein Mut und seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, führten nun zum Erfolg. Die Umsetzung dauerte so lange, wie ein Kind zum Erwachsenen heranwächst. Der dreifache Vater koordinierte alle Gewerke und organisierte zusätzlich die Hill-Festtage, die den Auftakt zum Uckermärkischen Orgelfrühling bilden.

Ein Buch über die Orgelbauerfamilie Hill

Neben der Orgelrestaurierung verfasste Ludwig ein 600-seitiges Buch über die Orgelbaufamilie Hill. Er betont, dass dies alles ohne die Unterstützung seiner Frau, Pfarrerin Sophie Ludwig, nicht möglich gewesen wäre.

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Prominente Gäste und musikalische Höhepunkte

Zur Weihe kamen zahlreiche prominente Gäste, darunter Generalsuperintendent Kristóf Bálint, Superintendentin Michaela Fröhling, Landeskirchenmusikdirektor Professor Gunter Kennel, Landrätin Karina Dörk (CDU) und Bürgermeister Marek Wöller-Beetz. Die international bekannten Organisten Tom Ferguson und Thomas Trotter ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Hunderte Gemeindemitglieder und Gäste waren anwesend.

Die originalgetreu wiederaufgebaute Hill-Orgel aus dem schottischen Kilbarchan passt mit ihrem großen romantischen Klang hervorragend in die größte gotische Hallenkirche Nordostdeutschlands. Tom Ferguson, der das Instrument über 35 Jahre an seinem Originalplatz gespielt hatte, zeigte sich überzeugt.

Festgottesdienst und Klangvielfalt

Der Gottesdienst begann mit Dudelsackklängen von Maximilian Ploetz. Hannes Ludwig präsentierte die gesamte Bandbreite der 40 Register umfassenden, dreimanualigen Orgel mit Pedal im Stück „Trionfo della Vita“ op. 76 von Franz Wagner. Pfarrerinnen Sophie Ludwig und Anne-Kathrin Krause-Hering, Lektorin Petra Otto und Generalsuperintendent Kristóf Bálint gestalteten den Gottesdienst. Musikalisch wirkten auch Landeskirchenmusikdirektor Prof. Dr. Gunter Kennel, Tom Ferguson und das Gesangsensemble Sequere Vocem aus Angermünde mit.

Dank und Ausblick

Superintendentin Fröhling lobte den „langen Atem von Hannes Ludwig“ und wünschte, dass die Klänge der Orgel zum Segen werden. Bürgermeister Wöller-Beetz dankte allen ehrenamtlichen Helfern, Beteiligten aus Politik, Ämtern und Verwaltung sowie den Handwerkern. Er kündigte an, sich für die Rückkehr des noch fehlenden Altars einzusetzen. Landrätin Dörk bezeichnete den Gottesdienst als historisches Ereignis und fast wie ein Wunder. Hannes Ludwig habe der Stadt ein unbezahlbares Geschenk gemacht.

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