Die Zukunft des Kinder- und Jugendzentrums der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Stavenhagen bleibt ungewiss. Bei einer Gesprächsrunde im Jugendklub am Montagabend bekräftigten Vertreter der Stadt und der Awo, dass sie gemeinsam nach einer Lösung suchen. Der Beschluss, den Trägerschaftsvertrag zum Jahresende zu kündigen, besteht jedoch weiterhin. In einer Sondersitzung am 12. Mai will die Stadtvertretung über eine Rücknahme der Kündigung diskutieren, um die Verhandlungen zu stabilisieren.
Finanzielle Lage und Personalkosten
„Alle stehen extrem unter Druck“, sagte Awo-Chef Martin Jennerjahn. Die Stadt muss ihren Haushalt konsolidieren, während die Awo die beiden langjährigen Fachkräfte im Jugendklub nach Tarif bezahlt. Das Geld dafür stammt von der Stadt. Jennerjahn warnte: „Wenn die Unterstützung reduziert wird, trifft es die Personalstellen.“ Die beiden Mitarbeiterinnen Katrin Wackwitz und Franka Buchholz verfügen über fast 40 Jahre Berufserfahrung. „Eine Stadt, die bei ihren Kindern und Jugendlichen spart, spart an ihrer eigenen Zukunft“, mahnte Jennerjahn.
Neues Konzept in Aussicht
Laut Jennerjahn ist die Awo bereit, ein neues Konzept zu erarbeiten, wie es die Stadtvertretung fordert. Allerdings gehe es am Ende vor allem um Geld. Aus dem Publikum erinnerte eine Mutter an die frühere Schließung des Awo-Jugendklubs in Basepohl, in dem sie sich ehrenamtlich engagiert hatte. Der Bürgermeister habe damals zugesichert, der Klub werde nicht geschlossen. „Und er wurde geschlossen und es hat niemanden interessiert“, sagte sie. Sie befürchtet, dass sich dies in Stavenhagen wiederholt. „In dem Jugendklub steckt viel Herzblut.“



